Nfz-Zulieferer: ZF vor Übernahme von Wabco

ZF schließt einen bindenden Vertrag zur Übernahme von Wabco ab. Beide Unternehmen bilden gemeinsam einen weltweit agierenden integrierten Systemanbieter für Nutzfahrzeugtechnik mit einem kombinierten Umsatz von rund 40 Milliarden Euro.

Das ZF Forum in Friedrichshafen | Foto: ZF Friedrichshafen AG
Das ZF Forum in Friedrichshafen | Foto: ZF Friedrichshafen AG

Die ZF Friedrichshafen AG hat bekanntgegeben, dass sie eine bindende Vereinbarung zur Übernahme von Wabco zu 136,50 US-Dollar (rund 121,80 Euro) je Aktie unterzeichnet hat. Der Vorstand sowie der Aufsichtsrat von ZF und das Board of Directors von Wabco haben der geplanten Akquisition zugestimmt.

Wabco ist weltweit agierender Zulieferer von Bremsregelsystemen, Technologien und Dienstleistungen zur Verbesserung der Sicherheit, Effizienz und Vernetzung von Lkw, Bussen und Anhängern. Wabco bietet integrierte Bremssysteme und Stabilitätsregelungen, Luftfederungen, Getriebeautomatisierung und Aerodynamik-, Telematik- und Flottenmanagementsysteme. Die ZF Friedrichshafen AG ist ein weltweit agierender Technologiekonzern und Zulieferer von Systemen für die Mobilität von Pkw, Nutzfahrzeugen und Industrieanwendungen.

Wolf-Henning Scheider, Vorsitzender des Vorstands von ZF, sagte:

„Wir sind davon überzeugt, dass ZF gemeinsam mit Wabco den weltweit führenden Systemanbieter für Nutzfahrzeugtechnik bilden kann und damit langfristig Mehrwert und Sicherheit für seine Kunden, Mitarbeiter und Gesellschafter schafft. Mit der Übernahme eines führenden Spezialisten für Nutzfahrzeugbremsen gewinnen wir ein stabiles und wachsendes Geschäftsfeld hinzu und ermöglichen zudem unserem bestehenden Nutzfahrzeugbereich den Ausbau der Kompetenzen in der komplexen Fahrdynamikregelung dieser Fahrzeuge.“

Damit würden für ZF die Voraussetzungen geschaffen, um die Kunden umfangreiche Systemlösungen für den sicheren und automatisierten Transport von Personen und Gütern zu bieten. Dies sei auch im Sinne unserer Gesellschafter, der Zeppelin-Stiftung sowie der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup-Stiftung, denn der Zukauf stärke ZF nachhaltig.

Jacques Esculier, Chairman und CEO von Wabco, erklärte:

„Durch den Zusammenschluss mit ZF entsteht ein globales Technologieunternehmen, das gut positioniert ist, um die zukünftige Nachfrage nach autonomen, effizienten und vernetzten Nutzfahrzeugen zu bedienen. Wir blicken auf eine lange, gemeinsame Geschichte erfolgreicher Zusammenarbeit bei der Entwicklung von innovativen Technologien zurück und beide Unternehmen zeichnen sich durch kompromisslose Exzellenz, Leidenschaft für Innovationen und außergewöhnliche Kundenorientierung aus.“

Die geplante Übernahme ist Bestandteil der Strategie „Next Generation Mobility“ von ZF und erweitert die Kompetenz des Unternehmens erstmals auf das Bremsen von Nutzfahrzeugen.

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