Neuss-Düsseldorfer Häfen trennt sich von Neuss Trimodal

Der Hafenbetreiber steigt aus der Terminalbetreibergesellschaft aus.

Der Containerterminal Neuss Trimodal hat künftig nur noch zwei Gesellschafter: Kombiverkehr und Ambrogio. (Foto: Neuss-Düsseldorfer Häfen)
Der Containerterminal Neuss Trimodal hat künftig nur noch zwei Gesellschafter: Kombiverkehr und Ambrogio. (Foto: Neuss-Düsseldorfer Häfen)
Christine Harttmann

Rückwirkend zum 1. Januar 2020 überträgt Neuss-Düsseldorfer-Häfen (NDH) seine Beteiligungsanteile an Neuss Trimodal den beiden verbleibenden Gesellschafter. Der Hafenbetreiber jetzt bekannt gegeben hat, hält damit die Deutsche Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr (Kombiverkehr) 70 Prozent der Anteile und die Ambrogio 30 Prozent. Alle Anteile des Neusser Terminalbetreibers würden somit bei den beiden operativ tätigen Gesellschaftern bleiben.

Die beiden Geschäftsführer der Neuss Trimodal Karsten Scheidhauer und Daniel Jähn, sehen die Entwicklung positiv:

„Durch die neue Struktur können wir über unsere operativ tätigen Gesellschafter auch Geschäft generieren, eine aus unserer Sicht ideale Konstellation.“

Und NDH-Geschäftsführer Sascha Odermatt ergänzt:

„Mit dem Verkauf ebnen wir den Weg, die weitere Entwicklung des Terminals in die Hände der operativ tätigen Spezialisten für den Intermodalverkehr zu legen. Nachdem wir 2012 unser operatives Geschäft auf unsere Beteiligungsgesellschaft RheinCargo übertragen haben, ist der Verkauf der Neuss-Trimodal-Anteile ein weiterer Schritt unserer strategischen Neuausrichtung. Nach der langen und vertrauensvollen Zusammenarbeit bleiben wir Neuss Trimodal als Grundstückseigentümer des Containerterminals natürlich auch weiterhin verbunden.“

Die 2004 gegründete Neuss Trimodal GmbH betreibt an der Tilsiter Straße im Neusser Hafen das Terminal. Auf einer Fläche von rund 88.000 Quadratmetern werden hier jährlich bis zu 250.000 Ladeeinheiten umgeschlagen. Ein Großteil der Mengen kommt aus den Westhäfen Zeebrügge, Antwerpen und Rotterdam. Ergänzt werden die Containermengen durch Kontinentalverkehre von und nach Wien, Wels und Graz (Österreich); Budapest (Ungarn); Gallarate (Italien); Hefei (China) und einer hochfrequenten Containerverbindung zwischen Frenkendorf/ Basel (Schweiz) und Neuss. Tendenz steigend.

Um national und international wettbewerbsfähig zu sein haben, die Neuss-Düsseldorfer Häfen in den letzten Jahren rund 22 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur ihrer Containerterminals investiert. Generell ist im Containerverkehr eine rasante Entwicklung des Ladungsaufkommens zu beobachten. Seit 1990 beträgt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate etwa zehn Prozent. Die Anfänge des Containerumschlags im Neusser Hafen reichen bis 1986 zurück; in dem Jahr baute NDH hier das erste Terminal und nahm es in Betrieb.

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