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Neuer Mercedes-Benz Actros feiert Premiere in Brasilien

Auf der Nutzfahrzeug- und Transportmesse Fenatran wird der neue Actros aus brasilianischer Produktion der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit an Bord: die MirrorCam und einige marktspezifische Lösungen.

Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Lkw, präsentiert den neuen Mercedes-Benz Actros auf der Fenatran in Sao Paulo. (Foto: Daimler AG)
Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Lkw, präsentiert den neuen Mercedes-Benz Actros auf der Fenatran in Sao Paulo. (Foto: Daimler AG)
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Anna Barbara Brüggmann

Der neue Schwer-Lkw Mercedes-Benz Actros feiert auf der Fenatran, die vom 14. bis zum 18. Oktober im brasilianischen São Paulo stattfindet, Premiere. Das Fahrzeug aus brasilianischer Produktion nutzt dem Hersteller zufolge weltweite Technologien und Plattformen, so zum Beispiel die sogenannte MirrorCam, welche die Haupt- und Weitwinkelspiegel ersetzt und Sicherheit, Fahrzeughandling sowie Aerodynamik verbessern soll. Zudem seien aber auch marktspezifische Anpassungen entwickelt worden.

„Unser neuer Actros aus Brasilien kommt mit der globalen Mercedes-Benz-DNA und wurde gezielt für unsere Kunden in Lateinamerika weiterentwickelt. Mit seiner Markteinführung im nächsten Jahr wird der Actros das Segment der Schwer-Lkw auf ein neues Level heben und Maßstäbe bei Effizienz, Sicherheit und Vernetzung setzen“, sagt Stefan Buchner, Leiter Mercedes-Benz Lkw.

Der Zeitpunkt sei Buchner zufolge gerade passend, da sich der Lkw-Markt in Brasilien erhole und das Unternehmen im Jahr 2019 von einem deutlichen Anstieg der Lkw-Verkäufe ausgehe. Gemäß eigenen Angaben investiert Mercedes-Benz do Brasil bis 2022 rund 600 Millionen Euro in das brasilianische Nutzfahrzeuggeschäft.

Ein Schwerpunkt soll auf der Modernisierung der Produktpalette liegen. Darüber hinaus soll in digitale Dienstleistungen und in die beiden größten Produktionsstätten in São Bernardo do Campo und Juiz de Fora investiert werden. Daimler Trucks konnte in Brasilien mit der Lkw-Marke Mercedes-Benz Unternehmensangaben zufolge mit 13.400 verkauften Fahrzeugen den Absatz in den ersten sechs Monaten 2019 um 59 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern.

Zur Ausstattung des neuen Actros zählen globale Komponenten, wie die Mirror Cam, ein Multimedia-Cockpit sowie weiterentwickelte Sicherheitssysteme. Darüber hinaus wurden nach Wunsch der Kunden vor Ort individuelle Entwicklungen vollzogen, so arbeiten in der brasilianischen Ausführung zum Beispiel ein moderner Euro V Motor und ein Getriebe zusammen, die es so nur für den brasilianischen Markt gibt.

Zu den individuellen Ausstattungselementen gehört auch eine laut Hersteller stabile sowie leichte Fahrzeugfederung aus brasilianischer Entwicklung, die einfach zu warten und zu reparieren sei. Insgesamt soll der neue Actros im Vergleich zu seinem brasilianischen Vorgängermodell bis zu zwölf Prozent weniger Kraftstoff verbrauchen.

Bei der neuen Fahrzeugkabine wurde die Aerodynamik unter anderem durch neue Windleitteile für die Kombination mit lokalen Aufliegern optimiert. Die Kabine soll sich durch einen niedrigen Einstieg und eine Breite von 2,5 Metern auszeichnen.

Der neue Actros wird im Werk São Bernardo do Campo gefertigt, dort wurde vor wenigen Monaten eine neuartige Industrie 4.0-Montagelinie für Lkw-Fahrerhäuser in Betrieb genommen und mit den anderen Produktionsbereichen, wie der Logistik, dem Rohbau und der Lackierung vernetzt.

Alle relevanten Daten stehen nach Angaben des Herstellers den Mitarbeitern und dem Management mithilfe einer Smartphone-App jederzeit zur Verfügung, darunter Informationen der rund 60 fahrerlosen Transportsysteme sowie elektronischer Schrauber, die mit vorprogrammierten Drehmomenten arbeiten.

Sie sind in einer Cloud vernetzt und sollen schnellere Reaktionszeiten der Mitarbeiter in der Fertigung garantieren. Dies soll der besseren Kontrolle der Produktqualität noch sowie der Vermeidung beziehungsweise dem frühzeitigen Entdecken von Fehlern dienen.

Entlang der Montagelinie kommen Lösungen, wie Augmented Reality und sogenannte Exoskelette zum Einsatz, um ein ergonomischeres und sichereres Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Durch den Abgleich mit Daten aus dem Vertrieb soll außerdem der Produktionsmix noch effizienter und flexibler gesteuert werden können.

Mercedes-Benz do Brasil plant nach eigener Aussage, die Konzepte der Industrie 4.0-Produktion sukzessive auf alle Produktionsprozesse der Aggregate-Linien (Motoren, Getriebe und Achsen) sowie auf die Fertigung von Busfahrgestellen in São Bernardo do Campo auszudehnen.

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