Neue Verbindung: Lineas-Zug gestartet

Der erste Lineas-Zug hat die Green Xpress-Strecke von Antwerpen in die „Vier-Länder-Region“ (Österreich, Deutschland, Lichtenstein und Schweiz) befahren.

Der erste Zug verließ gestern Antwerpen auf dem Green Xpress-Netzwerk Richtung "Vier-Länder-Region". (Foto: Lineas)
Der erste Zug verließ gestern Antwerpen auf dem Green Xpress-Netzwerk Richtung "Vier-Länder-Region". (Foto: Lineas)
Redaktion (allg.)

Der Zug, der gestern Morgen Antwerpen in Richtung „Vier-Länder-Region“ verließ, gehört dem Green Xpress-Netz an, das Lineas etabliert hat. Dieses Netzwerk ermöglicht dem Schienengüterverkehrsunternehmen in den Regionen Schwaben und Vorarlberg den Zugang zum europäischen Hinterland und zur Tiefsee. Drei Xpress-Züge sollen wöchentlich Antwerpen mit Langweid-Foret in Schwaben verbinden und von dort weiter über Wolfurt im österreichischen Vorarlberg fahren. Ein zusätzlicher Zwischenstopp in Recklinghausen biete zudem eine direkte Bahnverbindung ins Ruhrgebiet.

Wie zuvor berichtet, setzt Lineas bei seinem Vorhaben auf die Zusammenarbeit mit einem deutschen Speditionsunternehmen: Die Karl Schmidt Spedition öffnet ihre Gleise für andere Unternehmen. Branch Manager Martin Bartl freut sich, dass sein Unternehmen gemeinsam mit Lineas den intermodalen Verkehr weiter intensivieren kann.

„Dank des neuen Zugverkehrs stellen wir die Schmidt-Niederlassung in Langweid-Foret anderen Unternehmen zur Verfügung und ermöglichen ihnen, ihre Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern.“

Besondere Vorteile sieht Bartl für sein Speditionsunternehmen und seine Kunden in der Kombination von Straße, Schiene und Schiff sowie bei Transporten von und nach Augsburg in Richtung Großbritannien, Irland, Portugal und Skandinavien. Die Xpress-Züge kombinieren laut Lineas intermodale und konventionelle Wagen. Am Combi Cargo Terminal Wolfurt in Vorarlberg werden die restlichen Güter von diesen Wagen entladen und über Terminal Service Austria (TSA) weiter transportiert.

„Es ist erfreulich, dass wir mit Lineas ein modernes Unternehmen aus dem Schienengüterverkehr an uns binden konnten. Die zusätzlichen 12 Zugverbindungen sind ein Auftrag an uns, unsere Serviceleistungen in der Terminallogistik in gewohnt guter Qualität und mit Engagement für unsere Kunden abzuwickeln“, äußert Renate Glisic, TSA Division Manager bei ÖBB Infrastruktur.

Darüber hinaus kann die Fracht eigenen Angaben zufolge in die andere Richtung im Main Hub Antwerpen über tägliche Shuttles mit westlichen Häfen sowie über mehr als 20 europaweiten Green Xpress-Verbindungen mit dem restlichen Europa verbunden werden. Oliver Deprez, Leiter des Network Management and Alliances, ist sich sicher, dass das Green Xpress-Netzwerk gemeinsam mit den Partnern weiter ausgebaut werden kann. Unternehmen hätten die Möglichkeit, alle Arten von Fracht in die offenen Züge von Lineas zu verladen – und sei es nur ein Container.

„Die Züge verteilen sie dann zu regelmäßigen Zeiten in ganz Europa. Mit den beiden neuen Destinationen haben wir einen weiteren Meilenstein in unserer Mission für die Verkehrsverlagerung erreicht!“

Fiona Nitschke

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