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Neue Antriebssysteme für Hybridfähren von Scandlines

Die vier Hybridfähren, die Scandlines auf der Strecke Puttgarden- Rødby einsetzt, werden mit neuen Antriebssystemen ausgestattet, die die Umweltbelastung reduzieren sollen.

Der Austausch der ersten Thruster soll im Herbst 2019 erfolgen, die restlichen sollen 2020 ausgetauscht werden.(Foto: Scandlines/Jukka Huotari)
Der Austausch der ersten Thruster soll im Herbst 2019 erfolgen, die restlichen sollen 2020 ausgetauscht werden.(Foto: Scandlines/Jukka Huotari)
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Anna Barbara Brüggmann

Homogener Flow durch das Wasser, weniger Lärm und Unterwasserschall und verminderte Vibrationen - dies alles soll durch den Austausch der sogenannten Thruster (Antriebssysteme) der vier Scandlines-Hybridfähren zwischen Puttgarden und Rødby ermöglicht werden.

Dem Unternehmen zufolge ist dies ein wichtiger Schritt der Zero-Emission-Strategie - und soll dazu beitragen, die Bedingungen für den Reichtum an maritimem Leben in der Fehmarnbelt-Region zu verbessern, so zum Beispiel für die Schweinswale. Zusätzlich soll der homogenere Flow während des Antriebs Emissionen, wie beispielsweise von CO2 reduzieren.

„Die Investition ist ein glasklares Zeichen unserer Investoren, dass unsere Strategie Zero Emission und unser Ziel, eine grüne Alternative zu einem möglichen Tunnel zu werden ihre volle Unterstützung haben", so Søren Poulsgaard Jensen, CEO bei Scandlines.

Dem Unternehmen zufolge beläuft sich die gesamte Investitionssumme auf mehr als 13 Millionen Euro. Der Schiffsantrieb jeder Fähre besteht aus vier Thrustern. Insgesamt werden also 16 Thruster ausgewechselt - die ersten im Herbst 2019, 2020 folgt dann der Austausch der restlichen.

Begleitet werden die Nachrüstungsprozesse von einem Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU),das die Lärmreduzierung evaluieren soll. Ziel des Projekts ist außerdem, das technische „Best Practice“ mit relevanten Stakeholdern zu diskutieren. Nach Aussagen von Malte Siegert, Fehmarnbelt-Experte beim NABU, bedeute die Nachrüstung nicht nur gute Nachrichten für das maritime Leben im Fehmarnbelt, sondern sei auch ein Schritt in Richtung emissionsfreier Schiffsantrieb.

Geliefert werden die neuen Thruster von Rolls-Royce Commercial Marine - zusammen mit einem neuen Automatisierungs- und Steuerungssystem für jede Fähre.

„Unsere Tests der gewählten Lösung haben eine wesentliche Effizienzsteigerung gezeigt, die wiederum eine Reduzierung der CO2-Emissionen mit sich führt“, so Kjetil Nilsen, VP Sales Services, Rolls-Royce Commercial Marine.

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