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Mit fünf Punkten gegen Logistikengpässe

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen handeln, fordert eine Allianz führender Verbände aus Transport, Logistik, Industrie und Handel.

Verbandsvertreter bei der Übergabe des Fünf-Punkte-Plans an CSU-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (Mitte). Foto: BMVI
Verbandsvertreter bei der Übergabe des Fünf-Punkte-Plans an CSU-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (Mitte). Foto: BMVI
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Anna Maria Schmid

In einem gemeinsam verfassten Dialogpapier warnen die Vertreter einer gemeinsamen Verbandsinitiative Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor dem Versorgungskollaps.

An der Initiative beteiligt sind neben Vertretern aus Industrie- und Handel unter anderem der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung BGL, der Deutsche Speditions- und Logistikverband DSLV, der  Bundesverband Wirtschaft, Verkehr und Logistik BWVL, der Bundesverband Paket & Expresslogistik BIEK und der Bundesverband Möbelspedition und Logistik Amö.

Durch den Mangel an qualifizierten Fahrern entstünden spürbare Engpässe im Logistiksektor, die die Versorgungssicherheit gefährden und negative Auswirkungen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung haben können, heißt es in dem Papier. Bereits heute fehlten in allen Branchen jedes Jahr 40.000 Fahrer.

Um das Problem zu lösen, haben die Verbände gemeinsam fünf Punkte ausgearbeitet:

So müsse der Fahrerberuf deutlich attraktiver werden. Eine Voraussetzung dazu seien eine angemessene Wertschätzung der Berufskraftfahrer und ein fairer Umgang insbesondere an den Be- und Entladestellen. Es brauche neben ausreichender Entlohnung in einem fairen Wettbewerbsumfeld einen sicheren und modernen Arbeitsplatz. Work-Life-Balance könne durch innovative Arbeitszeitmodelle erreicht werden.

Ausbildung und Qualifizierung der Fahrer müssten verbessert und gestärkt werden. Eine attraktivere Berufsausbildung, die die Veränderungen des Berufsbildes stärker berücksichtigt, könne unter anderem einen Beitrag leisten. Ebenso sollte es mit Hilfe von Bildungsgutscheinen und steuerlicher Förderung für Quereinsteiger leichter werden, den Führerschein zu machen.

Um die Öffentlichkeit zu sensibilisieren, die Wahrnehmung des Berufsbildes zu verbessern und potentielle Kandidaten für den Beruf zu gewinnen, fordern die Verbände eine Imagekampagne mit Unterstützung des Bundes. Fahrern aus dem Ausland soll der Zugang zum Beruf erleichtert werden.

Neben Image, Ausbildung, Fahrergewinnung stehen Forderungen nach einer Verbesserung der Infrastruktur und Digitalisierung im Papier.

Denn die bestehenden Mängel in der Infrastruktur, etwa auf Straßen, Parkplätzen oder in der digitalen Infrastruktur seien Teil des Arbeitsumfeldes eines Lkw-Fahrers und hätten „erheblichen Anteil“ daran, dass sich die Attraktivität des Berufs verschlechtert hat. Prozesse im Transport- und Logistiksektor müssten vernetzter, smarter und effizienter werden. Voraussetzung dafür sei der flächendeckende Ausbau der digitalen Infrastruktur.

Die Verbände fordern die Einsetzung einer gemeinsamen Arbeitsgruppe unter Beteiligung aller relevanten Bundesministerien, die sich um zeitnahe Konkretisierung und Umsetzung des Fünf-Punkte-Plans kümmert.  

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