Mit Blick auf den Klimawandel: HGK Shipping baut Niedrigwasserflotte aus

Die HGK Shipping rüstet sich für den Klimawandel. Für ihre Spezialflotte gibt die Reederei ein weiteres tiefgangoptimiertes Gastankschiff in Auftrag, das diesel-elektrisch durch die Binnengewässer shippert.

Am 9. Februar zeichnete die HGK Shipping einen Vertrag mit der niederländischen TeamCo Shipyard für den Bau der „GAS 95“. Von links nach rechts: Nikolaus Schellenberger, Head of Fleet Management, HGK Shipping, Marcel Zweers, Managing Director, TeamCo Shipyard b.v., und Tim Gödde, Business Unit Director Ship Management, HGK Shipping. (Foto: HGK Shipping)
Am 9. Februar zeichnete die HGK Shipping einen Vertrag mit der niederländischen TeamCo Shipyard für den Bau der „GAS 95“. Von links nach rechts: Nikolaus Schellenberger, Head of Fleet Management, HGK Shipping, Marcel Zweers, Managing Director, TeamCo Shipyard b.v., und Tim Gödde, Business Unit Director Ship Management, HGK Shipping. (Foto: HGK Shipping)
Christine Harttmann

Die HGK Shipping baut ihre Niedrigwasserflotte weiter aus. Anfang Februar 2022 hat das Unternehmen den Bau eines tiefgangoptimierten Gastankschiffs in Auftrag gegeben. Wie bereits die Flottenzugänge zuvor werde auch die „Gas 95“ mit einem diesel-elektrischen Antrieb ausgestattet sein, teilt das Unternehmen gegenüber der Presse mit. Mit der Vertragsunterschrift am 9. Februar 2022 werde das strategische Neubauprogramm für eine innovative und nachhaltige Binnenschifffahrt weiter fortgeführt. Nach der „Gas 94“ ist es zweite Gastankschiff für die HGK Shipping, das eine extrem tiefgangoptimierte Konstruktion mit einem alternativen Antrieb verbindet.

Steffen Bauer, CEO der HGK Shipping, erklärt dazu:

„Mit der ‚Gas 95‘ setzen wir unseren nachhaltigen Weg zielstrebig fort. Gleichzeitig wappnen wir uns mit dem Ausbau unserer Niedrigwasserflotte für die Herausforderungen des Klimawandels. So werden wir in der Lage sein, trotz zunehmender Niedrigwasser-Perioden auf europäischen Flüssen auch künftig die Rohstoffversorgung der hiesigen Industrie sicherzustellen.“

Anke Bestmann, Geschäftsführerin der HGK Gas Shipping, ergänzt:

„Die konsequente Kundenorientierung der HGK Shipping spielte auch bei der Entwicklung dieses Neubaus eine übergeordnete Rolle. Wir arbeiten im Bereich Flottenausbau und Innovation immer eng mit unseren Kunden zusammen, um ihnen eine langfristige Planungssicherheit mit dem Binnenschiff zu bieten.“

Die Indienststellung des neuen Gastankschiffes ist für das dritte bis vierte Quartal 2023 geplant. Eingesetzt wird es für den Transport von verflüssigten Gasen zwischen den ARA-Häfen und der Rhein-Region.

Die „Gas 95“ soll sich durch eine besonders große Flexibilität auszeichnen: Mit ihren Dimensionen von 110 Metern Länge und 11,45 Metern Breite, ihrer Charakteristik, auch bei niedrigen Tiefgängen fahrfähig zu bleiben, sowie der Konzeption des Ladungssystems eigne sich das Gastankschiff auch für den Einsatz in den Kanälen Westeuropas, so die Mitteilung. Ein eigens installiertes Power Management Systems soll die bereitgestellte Leistung besonders gut an den Leistungsbedarf anpassen können und damit den Brennstoffverbrauch sowie die Abgasemissionen reduzieren.

Die Idee für das Schiff kommt von HGK selbst. Konzeption, Grundidee und das Engineering des Neubaus entstanden im Design Center des Unternehmens. Als valide Grundlage zur Weiterentwicklung und Referenz in puncto Niedrigwasseroptimierung diente die im Jahr 2021 in Dienst gestellte „Gas 94“. Zudem wurde die Konstruktion abermals anhand der Vorstellungen der Transportmanagement-Experten der HGK Gas Shipping in Hamburg entwickelt. So sei sichergestellt, dass das Neubauprogramm der HGK Shipping gleichermaßen den gesellschaftspolitischen Anforderungen gerecht wird und den Belangen der chemischen Industrie entspricht. Teilt das Unternehmen mit.

Noch in diesem Jahr soll die Beauftragung eines dritten zukunftsweisenden Gastankschiffs – der „Gas 96“ – erfolgen, vier weitere – die „Gas 97“ bis „Gas 100“ – sind bereits in Planung und sollen in den kommenden Jahren nach und nach realisiert werden. Auch in anderen Transportbereichen setzt die HGK Shipping auf die Kombination aus Tiefgangoptimierung und alternativem Antrieb. Die „Synthese 18“ – ein Typ-C-Tanker, der diese Eigenschaften für den Transport flüssiger Chemikalien vereint – soll noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden. Darüber hinaus befinden sich zwei weitere Typ-C-Tanker, die zudem H2-ready sind, in Bau.

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