MirrorCam soll für mehr Sicherheit auch in der Nacht sorgen

Seit Juni 2019 liefert Mercedes-Benz Trucks den neuen Actros serienmäßig mit dem digitalen Rückspiegel aus – Vorteile soll dies auch bei Nacht und Schlechtwetter sowie auch bei Ladungsdiebstählen bieten.

Ohne das Fahrzeug zu verlassen, kann der Fahrer laut Hersteller auch in der Nacht über die MirrorCam die Fahrzeugumgebung beobachten - und etwaige Diebe ausmachen. (Foto: Daimler AG)
Ohne das Fahrzeug zu verlassen, kann der Fahrer laut Hersteller auch in der Nacht über die MirrorCam die Fahrzeugumgebung beobachten - und etwaige Diebe ausmachen. (Foto: Daimler AG)
Anna Barbara Brüggmann

Zur Serienausstattung des neuen Mercedes-Benz Actros zählt seit Juni 2019 die MirrorCam, die den Spiegel ersetzen soll. Dabei sind am Dachrahmen links und rechts zwei Kameras befestigt. Das System beinhaltet zudem zwei hochformatige, im Fahrerhaus an den A-Säulen befestigte Monitore sowie Steuerelemente im Türmodul und im sogenannten Secondary Display.

Auf der Beifahrerseite sowie am Bett befindet sich darüber hinaus je eine Taste zum Einschalten der MirrorCam bei ausgeschaltetem Motor. Die Bilder der Kameras werden auf zwei 15,2" große Monitore übertragen. Das Monitorbild ist in einen Haupt- und Weitwinkelsichtbereich gegliedert.

Insgesamt soll der digitale Spiegel eine bessere Rundumsicht liefern, dem Fahrer soll eine verbesserte direkte Sicht durch die Seitenscheiben ermöglicht werden, da die Kameras am Dachrahmen befestigt sind und der Blick schräg nach vorn frei ist. Der Hersteller nennt dies als Vorteil vor allem auch beim Rangieren, in engen Kurven sowie beim Heranfahren an Kreuzungen und Kreisverkehre.

Beim Einlegen des Rückwärtsganges wechselt die Display-Anzeige automatisch in eine Rangieransicht, dies soll das Rangieren um die Kurve erleichtern. Die Ansicht bleibt beim anschließenden Vorwärtsfahren bis zu einer Geschwindigkeit von 10 km/h beziehungsweise zur manuellen Deaktivierung bestehen. Distanzlinien im Display helfen dem Fahrer dabei, Abstände zu Objekten hinter dem Fahrzeug besser einschätzen zu können, so die Angaben des Unternehmens.

Bei Kurvenfahrten schwenkt das Bild des kurveninneren Displays mit. Dies soll dazu dienen, dass der Fahrer das Trailer-Ende immer gut im Blick behalten kann. Das Kamerasystem wird bei Temperaturen unter 15 Grad Celsius automatisch beheizt und soll aufgrund der hohen Anbauposition weniger verschmutzen. Zudem verfügen die Kameraobjektive über eine wasserabweisende Beschichtung.

Bei Dämmerung und Nacht-Sichtverhältnissen findet Herstellerangaben zufolge eine stufenlose Anpassung an die sich ändernden Lichtverhältnisse statt. Darüber hinaus arbeiten sowohl im neuen Actros als auch im neuen Arocs MirrorCam und Abbiege-Assistent zusammen:

Droht auf der rechten Seite des Lkw im Warnbereich eine Kollission, erscheint ein gelbes, dann ein rotes Dreieck im Display auf der Beifahrerseite. Auch beim Spurwechsel zeigt ein gelbes beziehungsweise rotes Dreieck an, wenn sich ein anderer Verkehrsteilnehmer auf der rechten Spur befindet. Minimiert werden soll durch das digitale System auch der Tote Winkel.

Als weiteren Sicherheitsvorteil nennt der Hersteller, dass der Fahrer das Fahrzeugumfeld auch bei der Rast mit geschlossenem Vorhang im Blick behalten könne – auch in Situationen, wenn sich beispielsweise Diebe am Tank oder der Ladung zu schaffen machen. Denn die MirrorCam lässt sich bei ausgeschaltetem Motor und nach zweiminütiger Nachlaufzeit für zwei Minuten anschalten.

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