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Mehr Frachtkapazität nach Norwegen

Auf der Route zwischen Kiel und Oslo ist künftig eine zusätzliche Fähre unterwegs und transportiert Lkw, Trailer, Container auf Flats oder auch Bau- und Landmaschinen.

Die Colour Carrier bietet von Kiel aus zusätzliche Frachtkapazitäten nach Oslo. (Foto: Port of Kiel)
Die Colour Carrier bietet von Kiel aus zusätzliche Frachtkapazitäten nach Oslo. (Foto: Port of Kiel)
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Christine Harttmann

Seit dem 11. Januar 2019 verkehrt zwischen Kiel und Oslo eine zusätzliche Frachtfähre. Die „Color Carrier“ ist auf der Route für die norwegische Color Line unterwegs, die damit den Güterverkehr weiter ausbauen will. Die zusätzliche Frachtfähre bietet laut einer Mitteilung des Port of Kiel drei Rundläufe je Woche und ergänzt damit die täglichen Abfahrten der großen Passagierfähren. Insgesamt legen damit auf der Linie je Woche und Richtung zehn Schiffe ab.

Die „Color Carrier“ ist 154,50 Meter lang und 22,70 Meter breit. Sie hat einen Tiefgang von 6,95 Meter. Ihre Ladekapazität beträgt den Angaben zufolge 1.775 Spurmeter. An Board finden alle Arten rollender Ladung Platz: Lkw, Trailer, Container auf Flats oder auch Bau- und Landmaschinen. Das Schiff transportiert ferner Produkte der Automobilindustrie, temperaturgeführte Ladung und klassifizierte Güter gemäß IMDG-Code.

Die Frachtfähre wurde 1998 in Norwegen gebaut, ist 20 Knoten schnell, mit Eisklasse sowie einer modernen Abgasreinigungsanlage (Scrubber) ausgestattet. Je Überfahrt können bis zu 120 Frachteinheiten befördert werden.

Die jährliche Transportkapazität auf der Route Kiel – Oslo erhöhe sich damit um bis zu 36.000 Frachteinheiten, teilt Port of Kiel mit. Geschäftsführer Dr. Dirk Claus erwartet von der Frachtfähre „einen zusätzlichen Wachstumsimpuls“ im Kieler Hafen. Außerdem soll sie die Wiederaufnahme des kombinierten Ladungsverkehrs am Norwegenkai ermöglichen. „Ziel ist es, einen möglichst hohen Frachtanteil auf der Schiene weiter zu transportieren“, sagt Claus. Zu Jahresbeginn wurde der Norwegenkai zunächst an den werktäglichen Shuttle-Zug nach Hamburg-Billwerder angebunden, von wo alle nationalen Kombi-Destinationen über Nacht erreicht werden. In Gegenrichtung werden mit den Zügen eintreffende Ladungseinheiten noch am selben Tag mit der Frachtfähre nach Norwegen verladen.

Der Norwegenkai verfügt über zwei Schiffsliegeplätze, die jeweils mit hydraulischen RoRo-Brücken ausgerüstet sind. Um die zusätzlichen Ladungseinheiten reibungslos abfertigen und bereitstellen zu können, wurde die Betriebsfläche des Norwegenkais bereits vor einiger Zeit um 10.000 Quadratmeter ausgedehnt.

„Aktuell wurden durch den Port of Kiel nochmals 1,5 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert“, sagt Claus.

So wurde die Fender-Linie angepasst und ein weiterer Sturmpoller gesetzt. Im Bereich der Gleisanlage wurden Oberflächen angepasst, ISPS-Zäune und Toranlagen verlagert sowie zusätzlich Trailer-Stellplätze neu markiert. Gleichzeitig hat Sartori & Berger, die in Kiel als Frachtagentur für die Color Line aktiv sind, noch einmal eine Million Euro die Umschalgtechnik investiert und neue Tugmaster und Reachstacker angeschafft.

Die „Color Carrier“ verkehrt künftig jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag ab Kiel. Abfahrtszeit ist jeweils um 19.00 Uhr. Ankunft in Oslo ist am Folgetag um 16.00 Uhr. Die großen Passagierfähren „Color Magic“ und der „Color Fantasy“ verkehren unverändert täglich um 14.00 Uhr ab dem Norwegenkai mit Ankunft am Folgetag um 10.00 Uhr in der norwegischen Hauptstadt. Von der Color Line wurden im vergangenen Jahr auf der Linie Kiel – Oslo rund 1,1 Millionen Passagiere und mehr als 750.000 Tonnen Fracht befördert. 

Beim Erstanlaufs der neuen Fähre standen neben Dirk Claus auch Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer und der geschäftsführenden Gesellschafter von Sartori & Berger, Jens Broder Knudsen, als Begrüßungskomitee an der Kaimauer. Sie überreichten dem Kapitän der „Color Carrier“, Nils Sivertsen, die traditionellen Erstanlaufplaketten.

Oberbürgermeister Kämpfer: „Ich freue mich sehr über die Kapazitätserweiterung der Color Line auf der einzigen direkten Fährverbindung zwischen Deutschland und Norwegen. Dies stärkt den Hafenstandort Kiel und fördert zudem den umweltfreundlichen Hinterlandtransport auf der Schiene.“

Und Jens Broder Knudsen ergänzt:

„Color Line baut den umweltfreundlichen Gütertransport zwischen Deutschland und Norwegen aus. Die Verkehrsverlagerung von der Straße auf den Seeweg hat sowohl in Norwegen wie auch in der EU Priorität.“

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