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Mautstatistik: Osteuropäer gewinnen Marktanteile

Der Anteil der Fahrleistung deutscher Lkw auf hiesigen Straßen ist weiter rückläufig, während der Anteil der osteuropäischen steigt.
(Foto: Toll Collect)
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Christine Harttmann

Die auf mautpflichtigen Straßen zurückgelegten Kilometer nahmen 2016 über alle Fahrzeugklassen hinweg um 9,2 Prozent zu. Das zeigt die Jahresmautstatistik von 2016 Bundesamt für Güterverkehr (BAG) vorgelegt hat. Das Zahlenwerk beinhaltet Daten zu den mautpflichtigen Fahrleistungen der Lkw einzelner Staaten sowie die Verteilung der Schadstoffklassen. Die vorgelegten Zahlen ließen jedoch keine Differenzierung nach Kabotage-, Transit- oder grenzüberschreitenden Verkehren zu, betont der Deutsche Speditions- und Logistikverband (DSLV).

Wie bereits in den Vorjahren, belegt die Statistik auch 2016 einen stärkeren Zuwachs ausländischer Fahrzeugen (plus 11,3 Prozent) als inländischer Fahrzeuge (plus 7,8 Prozent). Während der Anteil deutscher Lkw an den mautpflichtigen Fahrleistungen 2014 noch bei 60,7 Prozent gelegen war, fiel er 2015 erstmalig unter die 60-Prozent-Grenze (59,9 Prozent), obwohl von den in 2015 erfolgten Mautausdehnungen auf Bundesstraßen und Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht gerade deutsche Fahrzeuge betroffen gewesen sein dürften. Auch 2016 hielt diese Entwicklung weiter an. Der deutsche Fahranteil sank weiter auf 59,1 Prozent. Entsprechend gestiegen ist der Anteil ausländischer Mautkilometer. Von 39,3 Prozent in 2014 über 40,1 Prozent im Jahr 2015 auf 40,9 Prozent 2016.

Die stärkste ausländische Mautzahlernation ist weiterhin Polen mit einem Anteil von 14,75 Prozent an der Jahresmautfahrleistung, gefolgt von Tschechien mit 4,21 Prozent, Rumänien mit 3,16 Prozent, Niederlande mit 3,05 Prozent, Ungarn mit 2,19 Prozent und Slowakei mit 1,97 Prozent.

Die stärksten Anstiege im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die Fahrzeuge aus den Ländern Litauen mit einem Plus von 20,5 Prozent, Rumänien (plus 20,4 Prozent), Polen (plus 18,7 Prozent), Kroatien (plus 15,9 Prozent) Bulgarien (plus 15,8 Prozent) sowie Slowenien (plus 13,2 Prozent). Unter den volumenstärksten ausländischen Mautzahlernationen weist lediglich die Niederlande einen Rückgang Ihres Fahranteils an der deutschen Lkw-Maut auf (minus 0,9 Prozent).

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