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Mautausweitung: Stückgutkosten steigen um 1,9 Prozent

Mit einer breit angelegten Kostensimulation hat die IDS Logistik GmbH bei 2.800 Nahverkehrstouren die Auswirkung der Mautausweitung ermittelt. Das Ergebnis zeigt eine deutliche Erhöhung der Stückgutkosten um 1,9 Prozent.
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Christine Harttmann

Auch die die Verlader seien gefordert, sich an den Mehrkosten zu beteiligen, meint Dr. Michael Bargl, Geschäftsführer von IDS. „Eine Kostenerhöhung von 1,9 Prozent kann von den Transportunternehmen nicht getragen werden. Es besteht Handlungsbedarf“, kommentiert er das Ergebnis der Berechnung. „Wir können die Mehrbelastung, die der Transportbranche bereits durch Mindestlohn und Fahrermangel und jetzt auch noch durch die Ausweitung der Mautpflicht auferlegt werden, nicht länger alleine stemmen. Um eine Weitergabe der staatlichen Maut in Form einer Preiserhöhung werden wir nicht umhin kommen.“

Seit 1. Juli 2015 zahlen Lkw über 12 Tonnen auf weiteren 1.100 Kilometern vierspurigen Bundestraßen Maut. Darüber hinaus wird ab 1. Oktober 2015 die Lkw-Maut für Fahrzeuge von bisher zwölf Tonnen auf Lkw ab 7,5 Tonnen ausgeweitet.

Speziell die Ausweitung der Mautpflicht führt zu einem spürbaren Anstieg der Transportkosten. Von der Maut betroffen war bei den Stückgutverkehren bis dato nur der Hauptlauf, der bei den Gesamtkosten mit 20 bis 25 Prozent zu Buche schlägt. Mit der Mautausweitung ab Oktober werden jedoch auch die typischen Nahverkehrsfahrzeuge – Solofahrzeuge bis zu 11,9 Tonnen – bemautet. Er ist mit einem Anteil von circa 40 Prozent der größte Kostenblock im Stückgut.

Bei der Analyse der 2.800 Nahverkehrstouren kam IDS Logistik zu dem Ergebnis, dass diese zu zwei Drittel mit Euro-V-Fahrzeugen gefahren werden. Durchschnittlich verlaufen die Strecken zu 52 Prozent auf mautpflichtigen Straßen. In einigen Regionen mit sehr großen Tourstrecken wird auf bis zu 75 Prozent der Strecke Maut erhoben.

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