Maut-Studie: Keine spürbare Verkehrsverlagerung

Nach einem aktuellen Bericht des Bundesamtes für Güterverkehr über die Auswirkungen der Lkw-Maut auf das deutsche Güterverkehrsgewerbe, bleiben Transporteure im Ladungsverkehr auf einem Teil der Kosten sitzen.
Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat eine Marktstudie vorgelegt, die die Auswirkungen von eineinhalb Jahren streckenbezogener Lkw-Maut auf die deutschen Transportunternehmen und auf die Auslastung der einzelnen Verkehrsträger unter die Lupe nimmt. Laut dem BAG-Bericht des Bundesamtes waren Anfang Juli 2006 über 114.000 Unternehmen mit rund 796.000 Kraftfahrzeugen als Nutzer des Mautsystems registriert. 65 Prozent der Fahrzeuge sind mit einer On-Board Unit (OBU) ausgestattet. Rund 90 Prozent der insgesamt durchgeführten Fahrten werden inzwischen automatisch gebucht. Das Ziel, mit Hilfe der streckenbezogenen Lkw-Maut zu einer spürbaren Verlagerung von Güterverkehrsanteilen von der Straße auf andere Verkehrsträger beizutragen, habe sich dabei allerdings kaum erfüllt, so die BAG-Studie. Aktuelle Mengenzuwächse im kombinierten Verkehr seinen nach Angaben der befragten Terminalbetreiber primär auf die Konjunkturentwicklung und auf Kapazitätsengpässe im Straßengüterverkehr zurückzuführen. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass die weit überwiegende Anzahl der Transportunternehmen im Bereich den Landungsverkehrs die Mautkosten für die Lastkilometer an den Auftraggeber weiterbelasten könne. Allerdings gingen die Mautkosten für Leerkilometer in den meisten Fällen zu Lasten der Transporteure. Zudem könnten die administrativen Kosten in den seltensten Fällen an den Auftraggeber weiter geleitet werden. Damit verblieben in diesem Marktbereich rund 10 bis 20 Prozent der Mautkosten bei den Transportunternehmen. Anders sehe die Sache hingegen im Sammelgut- und Teilladungsverkehr aus. Hier sei es den Unternehmen in der Regel möglich, über prozentuale Erhöhungen oder auf Grundlage von haus- beziehungsweise verbandsinternen Preisempfehlungen neben der Maut für Lastkilometer auch die für Leerkilometer und sonstige mautbedingten Kosten bei der Abrechnung zu berücksichtigen.
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