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Maßnahmen gegen Verkehrsstaus gefordert

Wilhelm Bonse-Geuking, Präsidiumsvorsitzender des Deutschen Verkehrsforums, fordert eine Versachlichung der Diskussion über die Klimabelastung durch den Verkehr.
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Torsten Buchholz
Die deutsche Verkehrswirtschaft sei europaweit in Sachen Emissionsvermeidung führend. Deutschland habe es als einziges Land in der EU geschafft, die CO2-Emissionen im Straßenverkehr seit 1999 um 15 Prozent zu senken. Und diese Tendenz wird sich weiter fortsetzen. Bonse-Geuking: „Die deutsche Verkehrswirtschaft hat somit viel zur Vermeidung von Emissionen geleistet. Statt über neue Steuern und Tempolimit nachzudenken, sollten die deutsche und europäische Politik die chronischen Engpässe auf Straße und Schiene, aber auch im Luftverkehr schleunigst beseitigen.“ Bonse-Geuking fordert, effektiven Klimaschutz auch durch gezielte Investitionen in die Infrastruktur zu betreiben Allein für die Aufrechterhaltung des Fernstraßennetzes würden pro Jahr zwei Milliarden Euro im Bundesverkehrswegeplan fehlen. Jährlich gebe es 200.000 Staus in Deutschland, die jedes Jahr Hunderte Millionen Liter Kraftstoff vernichten. Im Luftverkehr sei vor allem die schnelle Realisierung des „Single European Sky“ erforderlich. „In einem gemeinsamen europäischen Luftraum ließen sich bis zu 12 Prozent Kerosin und damit CO2-Ausstoß einsparen“, so Bonse-Geuking, Gleiches gelte für den grenzüberschreitenden Eisenbahngüterverkehr. Hier sei die europäische Kommission aufgerufen, Standardisierung und die technische Harmonisierung etwa durch das europäische Zugleitsystem ETCS/ ERTMS im Grenzverkehr durchzusetzen. Bonse-Geuking: „Umrüstung und Abfertigungsmodalitäten führen zu untragbaren Wartezeiten und verdrängen eilige Fracht auf die Straße“.
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