MAN Truck & Bus: Umfassende Umstrukturierung geplant

Zur Durchführung einer umfassenden Neuausrichtung im Zuge von digitaler Transformation und Vorgaben zur Klimaneutralität will das Unternehmen die Regelungen zur Standort- und Beschäftigungssicherung zumindest zeitweise aufheben.

Der Nutzfahrzeughersteller MAN will sich neu ausrichten und „für die Zukunft fit machen". | Bild: MAN
Der Nutzfahrzeughersteller MAN will sich neu ausrichten und „für die Zukunft fit machen". | Bild: MAN
Daniela Kohnen
(erschienen bei PROFI-Werkstatt von Claudia Leistritz)

Laut Pressemeldung müsse der Nutzfahrzeughersteller Job- und Standortgarantie vorübergehend aussetzen, um den Konzern neu ausrichten und „für die Zukunft fit machen“ zu können. Gespräche zwischen Unternehmensführung und Arbeitnehmerseite zur gemeinsamen Planung der erforderlichen Maßnahmen sollen in Kürze beginnen, so das Unternehmen.

Konkret geht es um die für Deutschland und Österreich geltenden Beschäftigungssicherungs- und Standortverträge, die aus wirtschaftlichen Gründen und fristgerecht zum 30. September 2020 gekündigt werden sollen. Wenn Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite sich bis zum Ende des Jahres dann auf ein Programm zur Neuausrichtung einigten, könne man je nach Verhandlungsergebnis die Sicherungsverträge teilweise oder ganz wieder einsetzen, so der Bericht.

Auch die mit dem Vertrag zusammenhängenden übertariflichen Leistungen seien von der Maßnahme betroffen. Sollte wider Erwarten eine Einigung nicht zustande kommen, liefen die Vereinbarungen je nach individuellen Fristen zum Jahresende oder im kommenden Jahr aus. Das Unternehmen zeigt sich jedoch zuversichtlich, in Kürze eine für beide Seiten annehmbare Lösung in der schwierigen Lage zu finden.

Zu der einschneidenden Maßnahme sieht sich der Konzern wegen der wirschaftlich angespannten Situation gezwungen. Man könne sich andernfalls nicht entsprechend der anstehenden Neuausrichtungen im Bereich Digitalisierung, Automatisierung oder der angezielten CO2-Neutralität aufstellen, sei jedoch entschlossen, die Umstrukturierungen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten.

Dr. Martin Rabe, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der MAN Truck & Bus SE:

„MAN steht vor herausfordernden Zeiten. Der gesamte Vorstand ist sich sicher, dass sich beide Seiten dieser Verantwortung bewusst sind und wir sehr zeitnah zu konstruktiven und zielgerichteten Verhandlungen kommen können.“

MAN Truck & Bus hat seinen Hauptsitz in München und ist einer der führenden europäischen Nutzfahrzeughersteller und Anbieter von Transportlösungen. Der Umsatz betrug im Jahr 2019 eigenen Angaben zufolge 11 Milliarden Euro. Zum Produktportfolio gehören Transporter, Lkw, Busse, Diesel- und Gasmotoren wie auch Dienstleistungen in der Personenförderung und im Gütertransport. Das Unternehmen gehört zur Traton SE-Gruppe. Weltweit sind über 37.000 Mitarbeiter für den Konzern tätig.

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