MAN Truck & Bus: „Die Transformation beginnt hier und jetzt“

Nullemissionsantriebe erhalten einen Förderschub. In Nürnberg zeigt MAN Truck & Bus erstmals einen e-Lkw als seriennahen Prototypen. Zugleich übergeben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Förderzusage für ein Wasserstoff-Projekt.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Übergabe des Förderbescheids:„Ein guter Tag und ein wichtiger Schritt!“ (Foto: C. Harttmann)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei der Übergabe des Förderbescheids:„Ein guter Tag und ein wichtiger Schritt!“ (Foto: C. Harttmann)
Christine Harttmann

„Zukunft startet für die eMobilität hier und heute!“ Mit diesen Worten empfing der MAN Vorstandsvorsitzende Alexander Vlaskamp seine Gäste heute in Nürnberg. Geladen waren Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Auf der Veranstaltung, die unter dem Motto „The Future starts now - We pave the road to Zero Emission“ stand, präsentierte der Münchner Nutzfahrzeughersteller erstmals den seriennahen Prototypen eines schweren E-Trucks. Schon Anfang 2024 soll in München die Fertigung der Lkw schwerer starten. Danach ist zeitnah die Auslieferung von zunächst 200 Einheiten geplant – ein Jahr früher als ursprünglich geplant. Bis dahin ist es aber noch ein Stück weg. Noch testet MAN den Lkw ausschließlich auf der eigenen Teststrecke, die erste Straßenzulassung steht noch aus.

„Wir stehen am Anfang einer Transformation und setzen dabei auf E-Mobilität“, so Vlaskamp.

Der Fokus liege bei MAN und im Traton Konzern klar auf den batterie-elektrischen Antrieben. Mit dem heute gezeigten Prototypen beschleunige das Unternehmen seinen Wandel hin zu emissionsfrei angetriebenen Nutzfahrzeugen. Noch ehe die ersten e-Trucks ausgeliefert werden, will der Hersteller außerdem seine Kunden frühzeitig auf den Fahrzeugeinsatz vorbereiten. Dafür entwickle man umfangreiche eMobility-Lösungen.

Die batterie-elektrischen Antriebe bildeten die Grundlage für die schweren E-Trucks, die der Hersteller ab 2024 auf den Markt bringen will. Den Wasserstoff-Antrieb will er aber dennoch nicht aus den Augen verlieren, allerdings wird der erst später kommen.

„Erst wenn weit nach 2030 ausreichend grüner Wasserstoff und auch die entsprechende Infrastruktur vorhanden sein sollte, rechnen wir in ausgewählten Anwendungsgebieten auch mit dem Einsatz von H2-Lkw. Daher forschen wir an dem Thema Wasserstoff und die Förderung des Landes Bayern versetzt uns in die Lage weitere Kompetenz in dem Feld aufzubauen“, sagt Vlaskamp.

MAN gab daher heute auch den Startschuss für ein wichtiges Wasserstoff-Zukunftsprojekt zu geben. Damit verbunden sein soll ein weiterer Kompetenzaufbau im Bereich Wasserstofftechnik. 2024 sollen dabei MAN-Lkw mit Wasserstoff-Brennstoffzellen bei fünf Kunden in Bayern ihre Eignung nachweisen. Das Land Bayern fördert das Forschungsvorhaben „Bayernflotte" im Rahmen der eigenen Wasserstoffstrategie und forciert damit den Kompetenzaufbau. Die Fördersumme beträgt 8,5 Millionen Euro. Dafür übergab der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder heute gemeinsam mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Förderzusage in Höhe.

Ministerpräsident Markus Söder kommentierte die Übergabe und den Start des Projekts:

„Ein guter Tag und ein wichtiger Schritt!“

Sein Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ergänzte:

„Spediteure dürfen mit diesem Lkw in die Zukunft fahren.“

Dass batterie-elektrische und mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen Antriebe technologisch Hand in Hand gehen und aufeinander aufbauen, unterstrich MAN mit der ersten Vorstellung des batterie-elektrisch angetriebenen Prototyps auf Basis der neuen MAN Truck Generation. Der Elektromotor der seine Energie aus Batterien bezieht, bilde dafür den Ausgangspunkt. BEV (Battery Electric Vehicle) bieten bereits heute die Basistechnologie, die in den Lkw, Bussen und Vans von MAN die Anforderungen der Kunden nach kostenoptimierten, praktikablen Lösungen mit dem Streben nach Nachhaltigkeit und Klimaneutralität verbindet, beschrieb Vlaskamp. Als Ergänzung dazu können in Zukunft Lkw und Reisebusse mit H2-Brennstoffzellen zum Einsatz kommen, da diese auf den BEV-Antriebsstrang aufsetzen, einen Großteil der gewichtsintensiven Batterien aber durch leichtere Wasserstofftanks sowie die Brennstoffzelle ersetzen.

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