MAN: Stellenabbau konkretisiert sich

Der Lkw-Hersteller MAN will sich "verschlanken" und 1.800 Mitarbeiter abbauen. Werke sollen sich spezialisieren und besser ausgelastet werden. Auf betriebsbedingte Kündigungen will man dennoch verzichten.
Johannes Reichel

Der Nutzfahrzeughersteller MAN konkretisiert seine Sparpläne. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, sollen vor allem in München in der Verwaltung bis zu 1000 der 1800 Stellen wegfallen, die MAN insgesamt abbauen will. Durch die Integration in den VW-Konzern stehen viele Funktionen bei der MAN SE zur Disposition. Darüber hinaus sind im Werk München selbst 300 Stellen zum Abbau im Gespräch. Generell sollen die Werke besser ausgelastet werden und sich spezialisieren. So will MAN dem Vernehmen nach schwere Lkw künftig nur noch in München und Krakau zusammenbauen. Auf Leichte und Mittelschwere Lkw spezialisiert sich das Werk in Styr. München soll schwerpunktmäßig die Kabinen und Rohbau sowie Lackierung übernehmen. Wie Reuters meldet, will MAN im Gegenzug die gesamte Logistik in Salzgitter ansiedeln. Salzgitter würde demnach kein Werk im eigentlichen Sinne mehr sein, sondern Zentrum für Teile, Komponenten und Logistik.

"Betriebsbedingte Kündigungen wird es nicht geben", betonte der Reuters-Meldung zufolge Sparten-Personalchef Jochen Schumm. Freiwerdende Stellen sollen zunächst nicht besetzt und Altersteilzeit, Abfindungsregelungen oder andere Stellen im VW-Konzern angeboten werden. MAN müsse aus Wettbewerbsgründen sparen. Das heiße aber nicht, dass man nicht mehr investieren wolle.

Auch im hauptsächlich vom Abbau betroffenen München wolle man den Standort stärken, zitiert die Süddeutsche Zeitung einen Sprecher. Die bayerische Landeshauptstadt ist mit Abstand der größte MAN-Standort mit derzeit noch 9200 Mitarbeitern, 5000 davon in der Verwaltung. Neben Salzgitter gibt es noch einen starken Truck-Standort in Nürnberg (Motorenkompetenzzentrum) sowie in Steyr (speziell Verteiler-Lkw-Reihen TGL/TGM, Fahrerhäuser) und das 2007 eröffnete, jüngste Werk in Krakau (Lkw-Endmontage TGS/TGX, Schwerpunkt Osteuropa/GUS).

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