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MAN-Lkw verkaufen sich 2018 gut

Nutzfahrzeughersteller MAN verbucht 2018 mehr Aufträge und gewinnt in Europa Marktanteile hinzu.

MAN Truck & Bus hat 2018 Marktanteile hinzugewonnen.
MAN Truck & Bus hat 2018 Marktanteile hinzugewonnen.
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Christine Harttmann

Der Auftragseingang des MAN Konzerns stieg 2018 um zwölf Prozent auf 13,9 Milliarden Euro, die Umsatzerlöse legten um neun Prozent auf 12,1 Milliarden Euro zu. Wie der Konzern erklärt, profitierte MAN Truck & Bus von einer gesteigerten Nachfrage. So habe der europäische Lkw-Markt auf hohem Niveau nochmals leicht zugelegt und der Nutzfahrzeughersteller Marktanteile hinzugewonnen. Bei den größeren Volumenmärkten sei die Nachfrage insbesondere in Deutschland, Frankreich, Polen und Italien gestiegen, während sie in Großbritannien moderat zurückging.

Außerhalb Europas schrumpfte der Markt vor allem in der Türkei auf ein sehr niedriges Niveau. Der russische Lkw-Markt verschlechterte sich im Jahresverlauf und wuchs insgesamt nur minimal gegenüber dem Vorjahr. Der europäische Busmarkt entwickelte sich im Jahr 2018 positiv. Auftragseingang und Umsatz von MAN Truck & Bus lagen im Jahr 2018 deutlich über den Vorjahreswerten.

Absatz steigt um 14 Prozent

Im Berichtsjahr stieg laut einer Mitteilung des Konzerns der Absatz von Lkw um 14 Prozent auf 95.352 Fahrzeuge. Darin waren 7.871 Transporter des Typs MAN TGE enthalten. Der Absatz von Bussen legte ebenfalls um 14 Prozent zu. 2018 wurden 7.204 Busse der Marken MAN und Neoplan abgesetzt.

MAN Latin America hat sich im Jahr 2018 ebenfalls positiv entwickelt und dabei in Brasilien führende Marktpositionen bei Lkw über fünf Tonnen sowie im Busmarkt gefestigt. Im Berichtsjahr sei der brasilianische Nutzfahrzeugmarkt „auf Grund der wirtschaftlichen Erholung erheblich gewachsen“, heißt es. Dazu hätten auch staatliche Investitionen in ein neues Schulbusprogramm beigetragen. Auftragseingang und Umsatz von MAN Latin America sind 2018 deutlich gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Beim Ergebnis schreibt das Unternehmen nach verlustreichen Jahren wieder schwarze Zahlen. Auch MAN Truck & Bus profitierte vom Umsatzanstieg. Dem standen jedoch unter anderem höhere Aufwendungen für neue Produkte und Märkte sowie die hohe Wettbewerbsintensität entgegen. Hinzu kamen erhebliche Aufwendungen für die Restrukturierung der Aktivitäten in Indien. Ohne diese erreichte das Operative Ergebnis von MAN Truck & Bus in etwa das Vorjahresniveau.

In Summe blieb das Operative Ergebnis des MAN Konzerns mit 332 Millionen leicht unter dem Vorjahreswert. Bezogen auf den deutlich gestiegenen Umsatz sank die Operative Rendite der MAN Gruppe auf 2,7 Prozent. Bei Absatz und Umsatz hat der Konzern im Berichtsjahr die prognostizierten Ziele übertroffen, die Ergebnisziele allerdings nur eingeschränkt erreicht. Die Profitabilität der MAN Gruppe lag auch 2018 weit unter dem strategischen Zielwert. An einer nachhaltigen Verbesserung arbeitet das Unternehmen mit Hochdruck.

Marktanteile gwonnen

Joachim Drees, Vorsitzender des Vorstands der MAN SE, erläutert: „Erfreulich war, dass MAN in Europa Marktanteile gewinnen und in Brasilien einen deutlichen Zuwachs verzeichnen konnte. Der Volumenanstieg führte zu positiven Ergebnisimpulsen. Gegenläufig hatten wir zu verkraften, dass wir im Rahmen der notwendigen Fokussierung auf Zukunftsthemen unser Geschäft in Indien restrukturiert haben. Kontinuierliche Verbesserung und Operational Excellence sind die Voraussetzungen, um zukünftiges Wachstum und das Erreichen der Profitabilitätsziele zu gewährleisten. Zudem investiert MAN auf hohem Niveau – dabei werden sämtliche Vorhaben kritisch überprüft und klare Prioritäten gesetzt auf notwendige Vorhaben in Forschung und Entwicklung.“

Ein wesentlicher Treiber für künftigen Erfolg ist auch die enge Einbindung in die im Jahr 2018 etablierte Traton Group, die ehemalige Volkswagen Truck & Bus Gruppe. Unter ihrem Dach arbeiten MAN Truck & Bus, Scania und MAN Latin America intensiv zusammen. Die Unternehmen entwickeln gemeinschaftlich Kernkomponenten des Antriebsstrangs. Auf gemeinsamen Plattformen entstehen Motoren, Getriebe, Achsen und Abgasnachbehandlungssysteme, die dann markenspezifisch modifiziert werden. Ziel ist es, Traton mit den Marken MAN, Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus zum Global Champion weiterzuentwickeln. Die Identität und die volle operative Verantwortung der Marken bleiben erhalten.

Im Ausblick erwartet der Vorstand der MAN SE für das Jahr 2019 einen leicht steigenden Umsatz der MAN Gruppe. Das Operative Ergebnis und die Operative Rendite der MAN Gruppe werden sich 2019 gegenüber dem Vorjahr spürbar verbessern.

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