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Luxemburg: Per Güterbahn nach Kiel

Mit einer neuen Kombizugverbindung zwischen Bettembourg und Kiel will der Seehafen Kiel weitere Verkehre auf die Schiene verlagern und so die Emission von Klimagasen reduzieren.

Vom Intermodal-Terminal Bettembourg-Dudelange in Luxemburg startet künftig auch ein Güterzug nach Kiel. (Foto: Port of Kiel)
Vom Intermodal-Terminal Bettembourg-Dudelange in Luxemburg startet künftig auch ein Güterzug nach Kiel. (Foto: Port of Kiel)
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Christine Harttmann

Gemeinsam haben CFL multimodal, Stena Line und Lkw Walter eine neue Direktverbindung im kombinierten Ladungsverkehr zwischen dem Intermodal-Terminal Bettembourg-Dudelange in Luxemburg und dem Kieler Schwedenkai initiiert. Von Kiel aus erfolgt die Weiterverschiffung nach Göteborg. Der erste Zug verließ Luxemburg am 21. Januar 2020 und trifft am 22. Januar 2020 in Kiel ein. Die Verbindung startet zunächst mit drei Rundläufen je Woche mit Abfahrten in Kiel am Montag, Mittwoch und Freitag. Der neue Service verbindet die skandinavischen Märkte über den Intermodal-Hub Bettembourg mit Zentraleuropa, Frankreich und Spanien.

Dr. Dirk Claus, Geschäftsführer des Port of Kiel:

„Wir begrüßen die neue Verbindung und unterstützen den Ausbau des kombinierten Ladungsverkehrs. Zur Blue Port -Strategie unseres Hafens gehört, dass wir Hinterlandverkehre – wo immer dies möglich ist –, von der Straße auf die Schiene verlagern. Die neue Bettembourg-Kiel-Verbindung leistet einen weiteren wichtigen Beitrag zur Emissionsreduzierung.“

Der Zug hat eine Länge von 710 Metern und besteht aus 21 Tragwagen für Trailer und Container. Mit Hilfe des Zuges können jährlich bis zu 10.000 Trailer und Container von der Straße auf den umweltfreundlicheren Verkehrsträger Schiene verlagert werden. In diesem Jahr rechnet der Port of Kiel bereits mit einer Transportleistung von 8.000 Ladungseinheiten zwischen Kiel und Bettembourg.

Der im November des vergangenen Jahres abgeschlossene Ausbau des Kieler Rangierbahnhofes Meimersdorf war Grundvoraussetzung für neue Zugverbindungen. Dirk Claus:

„Der Luxemburg-Zug ist ein erster Erfolg des Ausbaus der Schieneninfrastruktur am Rangierbahnhof und dem Schwedenkai in Kiel.“

Die von der Deutschen Bahn am Rbf Kiel getätigten Investitionen erlauben größere Zuglängen und damit eine verbesserte Wirtschaftlichkeit. So können ab sofort Züge mit einer Gesamtlänge von 750 Metern, statt wie bisher 550 Metern, einfahren. Am Schwedenkai steht ein drittes Rangier- und Aufstellgleis zur Verfügung. Dort werden laut dem Hafenbetreiber bereits heute 25 Prozent der Hinterlandverkehre per Bahn abgewickelt. Nachdem im vergangenen Jahr knapp 24.000 Ladungseinheiten auf die Bahn verladen wurden, sollen es in diesem Jahr deutlich über 30.000 Einheiten werden.

„Der neue Kombizug steht beispielhaft für die landseitigen Angebote, die Stena Line in Zusammenarbeit mit Partnern proaktiv aufsetzt und direkt vermarktet. Die Kooperation mit CFL multimodal und Lkw Walter zeigt ein neues Denken in der Organisation von Ladungsströmen im Sinne eines nachhaltigeren Angebots. Wir sehen hier auch in Zukunft große Potentiale und arbeiten mit Hochdruck daran, weitere attraktive KV-Relationen nach Schweden aufzubauen“, sagt Katrin Verner, Freight Commercial Manager Stena Line.

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