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Luftfracht-Kartell: Deutsche Bahn verklagt Lufthansa

Wegen illegaler Preisabsprachen bei Frachtaufträgen hat die Deutsche Bahn beim Landgericht in Köln gegenüber der Lufthansa eine Schadensersatzklage über 1,76 Milliarden Euro eingereicht.
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Christine Harttmann

Wie der Konzern in einer Pressekonferenz am 1. Dezember 2014 mitgeteilt hat, waren an dem Luftfracht-Kartell insgesamt rund 20 Fluggesellschaften beteiligt, darunter neben der Lufthansa so renommierte wie British Airways, Singapore Airlines oder Air France. Das Luftfracht-Kartell sei eines der größten weltweit gewesen und eines der wenigen, die auch wirklich global funktioniert habe.

Verschiedene Kartellbehörden weltweit kamen bei ihren Ermittlungen zu dem Ergebnis, dass die Frachtflug-Gesellschaften zwischen 1999 und Februar 2006 Zuschläge für Kerosin erhoben, die der Höhe nach abgesprochen waren. „Dazu kamen ab 11. September 2011 noch einmal Sicherheitsaufschläge, die vorher ebenfalls abgesprochen waren“, erklärt Christopher Rother, Leiter Kartellrecht bei der Deutschen Bahn.

„Mit der Klage fordern wir Ersatz für Schäden, die unserer Frachttochter DB Schenker von dem Luftfrachtkartell verursacht wurden“, so Rother weiter. Die eingeforderte Summe errechnet sich aus einem dadurch entstandenen Schaden in Höhe von 1,2 Milliarden Euro plus die über die Zeit aufgelaufenen Zinsen in Höhe von rund 560 Millionen Euro.

Eine weitere Klage hat der Logistik-Konzern bereits im August im Gericht in New York eingereicht. Dabei geht es noch einmal um eine Schadenssumme in Höhe von rund 300 Millionen Euro, die der Konzern bei Luftfracht-Airlines einfodert.

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