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Luftfracht: Dakosy-Software steuert E-Commerce-Hub in Leipzig/Halle

Ab sofort werden am Leipzig/Halle Airport ankommende E-Commerce-Sendungen automatisiert und vollkommen digital abgewickelt. Grund dafür ist eine neu eingeführte Zollsoftware namens Zodiak, entwickelt und betrieben vom Hamburger Softwarespezialisten Dakosy.

Foto: Mitteldeutsche Flughafen AG/Uwe Schossig
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Torsten Buchholz

Der Bodenabfertigungs-Dienstleister PortGround, ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der Mitteldeutschen Flughafen AG, nutzt die für alle Atlas-Zollverfahren zugelassene Software nun vor allem für das zunehmende eCommerce-Geschäft. Täglich landen am Leipzig/Halle Airport rund 70 Frachtflugzeuge, der Großteil davon beladen mit Paketen, die über das Internet bestellt wurden. Durch eine integrierte Schnittstelle ist die neue Software mit den flughafeneigenen IT-Systemen verbunden und kann somit automatisiert zollrelevante Informationen verarbeiten und Zollprozesse auslösen. Ulrich Wrage, Vorstand Dakosy Datenkommunikationssystem AG sagt:

„Gerade in Zeiten des wachsenden E-Commerce-Geschäfts ist eine reibungslose Supply-Chain wichtig, um Kunden und Verbraucher eine pünktliche Lieferung zu garantieren. Dabei ist die digitale Abwicklung der Zollprozesse ein unerlässlicher Bestandteil.Wir sind davon überzeugt, dass der Leipzig/Halle Airport mit unserer Unterstützung ein Air Cargo-Hub wird, das zukünftig Vorreiter für die Digitalisierung des e-Commerce ist“.

Zodiak steht dem Flughafen als sogenannte SaaS-Anwendung (Software-as-a-Service) zur Verfügung. Die Software vereinfacht ab sofort die Arbeitsabläufe bei der Warenverzollung am Standort. Konkret bedeutet das, dass PortGround die anfallenden Flight Manifest Daten (FFM) zu allen erwarteten Sendungen über eine elektronische Schnittstelle an die Zollsoftware von Dakosy sendet. Automatisch extrahiert diese die zollrelevanten Informationen aus den Manifesten und löst alle anstehenden Zollprozesse aus. Als erste Meldung wird beispielsweise die ICS-Anmeldung an die für EU-Importe aus dem Drittland vorgeschriebene IT-Plattform ICS (Import Control System) ausgelöst. Diese muss für Air Cargo mindestens vier Stunden vor Erreichen des ersten Flughafens in der EU erfolgen. Sofern der Warenwert der Sendungen über 22 Euro liegt, wird nach der Landung ebenfalls über Zodiak die summarische Anmeldung beim Zoll ausgelöst und automatisch eine Importverzollung veranlasst.

Alexander König, Geschäftsführer von PortGround, erklärt:

„Die neue Zollsoftware erweitert unser umfassendes logistisches Portfolio und unterstützt uns insbesondere beim stetig wachsenden eCommerce-Geschäft. Als fünftgrößter Frachtflughafen in Europa müssen wir die Chancen durch die Digitalisierung nutzen. Mit Dakosy haben wir hierfür einen zuverlässigen Partner gewonnen, der großes technisches, logistisches und zollseitiges Know-how beisteuert.“

Die Infrastruktur am Luftfrachtdrehkreuz Leipzig/Halle begünstigt die Rolle als E-Commerce-Hub. Der Airport ist an die Autobahnen A 9 und A 14 angebunden und verfügt zudem über eine leistungsfähige Zuganbindung. Dadurch können eintreffende Waren aus aller Welt schnell in ganz Deutschland verteilt werden.

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