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Logistikimmobilien: Four Parx baut in die Höhe

Der Entwickler aus Dreieich plant drei zweigeschossige Logistikzentren in Deutschland. Mit mehrgeschossigen Logistikanlagen will man auf Flächenmangel und steigende Grundstückspreise reagieren.
Foto: Four Parks
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Redaktion (allg.)

Das Unternehmen kündigte am 9. Oktober auf der Fachmesse EXPO REAL in München an, drei zweigeschossige Logistikimmobilien mit einer Gesamtfläche von 215.000 Quadratmetern im Jahr 2019 zu entwickeln. Die drei Anlagen sind sogenannte Brownfield-Projekte. Das heißt: Sie entstehen auf ehemaligen Produktionsstandorten. Genaue Angaben zu den Orten wollte der Entwickler noch nicht machen. Franzisco J. Bähr, Geschäftsführender Gesellschafter der Four Parx GmbH, gab aber bekannt, dass die doppelstöckigen Anlagen mit der internen Bezeichnung „Mach2“ in den Logistikregionen Rhein/Main und im Großraum Hamburg geplant werden.

Aufgrund der Veränderungen in der Logistikwelt richtete der Entwickler sein gesamtes Portfolio neu aus. Bähr präsentierte in München insgesamt fünf Immobilienkonzepte für jeglichen Nutzungsbedarf entlang der Supply Chain. Das neue Portfolio von Four Parx reicht von mehrgeschossigen, innenstadtnahen Gewerbeimmobilien bis hin zu großen Logistikparks an strategischen Autobahnstandorten für Logistik und City-Logistik, Gewerbe- und Service-Unternehmen, Groß- und Einzelhandel, E-Commerce sowie für Light Industrial. Diese Bandbreite decken fünf standardisierte Konzepte namens „City“, „Urban“, „Mach2“, „Connect“ und „Global“ ab – darunter mehrgeschossige Gewerbe- und Logistikimmobilien. Bähr betonte: „Wir gehen davon aus, dass bis 2025 in Deutschland ein Bedarf von rund 30 Millionen Quadratmeter Logistikfläche entstehen wird. Dem hohen Bedarf und den steigenden Anforderungen der Nutzer wollen wir mit der spekulativen Projektentwicklung standardisierter Konzepte begegnen. In Innenstädten und auf ausgewählten Grundstücken bauen wir mehrgeschossig. Bei steigenden Grundstückspreisen und kaum verfügbaren Flächen rechnet sich dies inzwischen auch in Deutschland.“

Four Parx arbeitet nach eigenen Angaben an der ökonomischen, ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit von Logistikimmobilien und strebt eine nachhaltige Bauweise entsprechend dem DGNB-Gold-Standard für alle drei mehrgeschossigen Projekte an. Zu den Maßnahmen zählt ein energiesparendes Steuersystem für Beleuchtung und Stromversorgung. An geeigneten Standorten kommt die Nutzung von Windkraft in Frage. Ladestationen sind für Lkw, Sprinter, PKW und E-Bikes vorgesehen. Ein Intelligentes Parkplatzsystem oder ein autonom fahrender Elektroshuttle soll die Anzahl der Parkplätze verringern und der Sicherheit dienen. Im Vergleich zu einer herkömmlichen Halle schätzt Bähr den Strombedarf auf das Doppelte. Die ehemaligen Produktionsstandorte weisen in allen drei Fällen ausreichende Stromkapazitäten auf. Four Parx plant die Anlagen so, dass über zwei große Rampen Lkw bis 45 Tonnen ins obere Geschoss fahren können, um dort Waren abzuladen. Der Baubeginn ist an den drei Standorten im dritten Quartal 2019 vorgesehen und die Baufertigstellung für Ende 2020 geplant. Zu Jahresbeginn 2019 ist der Abriss von Bestandsgebäuden und die Ertüchtigung der Grundstücke terminiert. An drei Standorten werden auf zwei Geschossen insgesamt 215.000 Quadratmeter Gewerbe- und Logistikfläche mit Büro- und Sozialfläche entwickelt. Das Gesamtinvestment beläuft sich auf rund 300 Millionen Euro. Nach Angabe von Four Parx kommen Joint Ventures und das Forward Funding als Finanzierungsmodelle zum Tragen.

Bähr relativiert die höheren Baukosten für die Mehrgeschossigkeit, denn: „Berücksichtigt man, dass zwei Hallen übereinander gebaut werden, liegen die Mehrkosten in einem vertretbaren Rahmen.“ Die neuen mehrgeschossigen Anlagen realisiert Four Parx exklusiv mit GSE Deutschland als Generalübernehmer. Die zweigeschossige Bauweise stellt besondere Anforderungen, die GSE nach dem von ihr entwickelten Prozessmodell „Design & Build“ löst. GSE hat in Frankreich Erfahrungen mit mehrstöckigen Lagern gesammelt und dort bereits eine zweistöckige Logistikimmobilie im Großraum Paris unter dem internen Namen „Doppelwhopper“ realisiert.xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Große Hoffnungen setzt Four Parx auch auf Projekte unter dem Produktnamen „City“. Diese Immobilien in Städten sollen insgesamt sieben Stockwerke umfassen, die über jeweils 2.000 Quadratmeter Fläche verfügen. Die Geschosse werden über mehrere Schwerlastenaufzüge an das unterste Geschoss angebunden. Um Lärm zu vermeiden, sollen Transporter unterirdisch die Waren in die Gebäudekeller transportieren. Aufgrund der hohen Baukosten für solche Projekte rechnet Four Parx einmal mit Mietpreisen, die zwischen 15 und 25 Euro pro Quadratmeter liegen könnten. Four Parx-Architekt Oliver Schmitt betonte gegenüber LOGISTIK HEUTE, dass Wirtschaft und Kommunen in hochpreisigen Ballungszentren einen Bedarf an solchen Immobilien sehen. „Stadtplaner suchen nach innovativen Gesamtkonzepten, um die Herausforderungen in der Citylogistik lösen zu können“, so Schmitt.

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