Logistikbranche in Europa droht Ausfall von mehr als 100.000 ukrainischen Fahrern

Das teilte der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) dem MDR-Magazin „Umschau“ mit.

Speditionen in Europa droht durch den Ukrainekrieg weiterer Fahrermangel. (Foto: Pixabay)
Speditionen in Europa droht durch den Ukrainekrieg weiterer Fahrermangel. (Foto: Pixabay)
Claus Bünnagel

Durch Einberufungsbefehle könnten der europäischen Logistikbranche schon bald bis zu 104.000 ukrainische Fernfahrer fehlen, die derzeit bei polnischen und litauischen Speditionsunternehmen beschäftigt sind. Das teilte Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), dem MDR-Magazin „Umschau“ mit.

7 Prozent Ukrainer am Steuer

Jeder dritte Lkw-Fahrer in diesen Speditionen komme nach Angaben des polnischen BGL-Schwesterverbandes aus der Ukraine. Bei einem Marktanteil von 20,5 Prozent für die Transportunternehmen dieser Länder in Deutschland hätten 2021 in mindestens 7 Prozent der in Deutschland eingesetzten Lkw ukrainische Fahrer hinterm Steuer gesessen. Osteuropäische Unternehmen hätten bereits davon berichtet, dass dort erste Transporte verschoben oder abgesagt werden müssten.

80.000 Lkw-Fahrer fehlen

Gerade in Deutschland würde die neue Situation die angespannte Lage auf dem Personalmarkt für Speditionen noch einmal deutlich verschärfen. Nach BGL-Angaben fehlen hierzulande derzeit 80.000 Lkw-Fahrer. Diese Zahl erhöhe sich jedes Jahr um 15.000. In der Regel gingen 30.000 Mitarbeitende in Ruhestand, aber nur 15.000 neue kämen hinzu.

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