Lkw Walter: Digitaler Frachtbrief statt Papierberge

Krone und das österreichische Transportunternehmen Lkw Walter führen den elektronischen Frachtbrief ein. Ein QR-Code am Trailer soll den Zugang zum Smart Assistant und so wiederum zum eCMR gewähren.

Digital statt analog: Per Smartphone oder anderem digitalem Endgerät kann der QR-Code am Trailer eingescannt werden. (Foto: Krone)
Digital statt analog: Per Smartphone oder anderem digitalem Endgerät kann der QR-Code am Trailer eingescannt werden. (Foto: Krone)
Anna Barbara Brüggmann

Nach Angaben von Lkw Walter seien durch den Einsatz des herkömmlichen Frachtbriefs fast sechs Millionen Papierseiten allein für die Spedition mit Sitz in Österreich angefallen. Doch dies soll sich nun ändern – mithilfe einer vollständig digitalen Lösung.

Als Partner bei der Entwicklung und dem Ausrollen des sogenannten eCMR, des digitalen Frachtbriefs, diente Trailer-Hersteller Krone. Nach Angaben von Max Birle, Leiter Krone Telematics & Digital Services, sei der „Smart Assistant“ ein wichtiger Teil der digitalen Transformationsfelder am Trailer – vergleichbar mit einem leistungsstarken Betriebssystem.

Damit sei die Dokumentenverwaltung der Krone-Trailer und das Handling von Fahrzeugdokumenten wie eCMR und andere Services vereinfacht worden ohne zusätzlich erforderliche Apps.

Der Hersteller stattete nach eigenen Angaben bereits die ersten Trailer von Lkw Walter mit einem QR-Code für den Smart Assistant aus. Dieser diene nun auch als Zugang zum eCMR.

Der QR-Code am Trailer könne über ein Smartphone oder andere digitale Endgeräte eingescannt werden. Dies ermögliche einen einfachen Zugang zu eCMR, Fahrzeugdokumenten des Trailers sowie zur Walter-Fahrer-App Loads Today. Darin werden der Unternehmensgruppe zufolge Prozesse wie beispielsweise die Ladungssicherung verarbeitet.

Nach Angaben von Michael Gschwandtner, Director Digital Business bei Lkw Walter, erhofft sich das Unternehmen neben der Zeit- und Geldersparnis auch eine erleichterte Administration.

„Dazu fallen noch Millionen Papierseiten weg, worüber sich auch die Umwelt freut. Für uns als Unternehmen setzt eCMR also nicht nur neue Standards für Effizienz und Transparenz in der Lieferkette, sondern unterstreicht auch unser Engagement für umweltfreundliche Prozesse“, so Gschwandtner.

Standard festlegen

Der Grundstein für den eCMR ist Krone zufolge gemeinsam mit Partnern aus der Open Logistics Foundation gelegt worden, es sei dann ein gemeinsamer Standard für diese Innovation definiert worden.

Schließlich habe der digitale Frachtbrief dann in enger Zusammenarbeit zwischen dem Trailer-Hersteller und Lkw Walter realisiert werden können.

Vereinfachte Kommunikation

Er soll die Gesamtkommunikation innerhalb der Lieferkette erleichtern, als zentrale Schnittstelle fungieren und allen Parteien denselben Informationsstand sichern. Das trage nicht nur zu einer effizienteren Transportabwicklung bei, sondern minimiere auch potenzielle Fehlerquellen im Dokumentationsprozess.

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