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Lkw-Kartell: Es kann noch teurer werden

Neben der größten je verhängten Kartellstrafe drohen den großen europäischen Lkw-Herstellern auch noch privatrechtliche Forderungen von Geschädigten.
(Foto: C. Harttmann)
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Christine Harttmann

Jahrelang sollen sechs Lkw-Hersteller Preise abgesprochen haben. Laut mehrerer überreinstimmender Medienberichte stehen die Ermittlungen der EU stehen vor dem Abschluss. Nun droht dem Lkw-Kartell droht die höchste Strafe der EU-Wirtschaftsgeschichte. Die Hersteller haben dafür bereits große Summen zurückgelegt.

Als noch brisanter allerdings als die Strafzahlungen könnten nach einem Bericht der Welt die Forderungen der Geschädigten erweisen. „Wir bereiten derzeit im Auftrag unserer Mandaten Schadenersatzklagen gegen die betroffenen Lkw-Hersteller vor“, zitiert die Tageszeitung Christopher Rother, Leiter der Berliner Kanzlei von US-Staranwalt Michael Hausfeld. „Wir schätzen das Schadenvolumen, das durch die illegalen Preisabsprachen der Lastwagenbauer entstanden ist, auf zehn bis 20 Milliarden Euro zuzüglich Zinsen.“

Rother war, ehe er zu Hausfeld wechselte, Leiter der Kartellrechtsabteilung der Deutschen Bahn. Bereits dort machte er sich als Kartelljäger einen Namen. Die Bahn-Tochter Schenker dürfte zusammen mit anderen großen Speditionen mit zu den Hauptgeschädigten des Truckkartells zählen – was die absolute Schadensumme angeht. Könnte also sein, dass auch sie über Rother eine erkleckliche Summe einklagt.

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