Lkw-Fahrer: Immer weniger Bewerber

Die Speditionen suchen in Deutschland weiter dringend mehr Berufskraftfahrer. Insbesondere in Süddeutschland bleibt die Situation für die Unternehmen angespannt.

Hatte früher viel Reiz, mit dem Lkw durch die Landschaft kurven. Heute wollen das nur noch Wenige. (Foto: Pixabay)
Hatte früher viel Reiz, mit dem Lkw durch die Landschaft kurven. Heute wollen das nur noch Wenige. (Foto: Pixabay)
Christine Harttmann

Der Bedarf an Fachkräften in deutschen Transportunternehmen bleibt hoch. Die offenen Stellen mit geeigneten Bewerben besetzen, daran scheiten aber viele Betriebe noch immer. Das ist das Resümee der Markbeobachtung Güterverkehr für das Jahr 2017, die das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) soeben veröffentlicht hat. Die Behörde hat darin erneut die Arbeitsbedingungen sowie die Ausbildungs- und Arbeitsmarktsituation von Berufskraftfahrern, Lokführern und Binnenschiffern evaluiert. Darin heißt es, dass die deutsche Transportwirtschaft vor dem Hintergrund anhaltend positiver Vorgaben aus der Gesamtwirtschaft weiterhin einen hohen Bedarf an Fachkräften verzeichnet. Diesem stehe ein tendenziell knapper werdendes Fachkräfteangebot gegenüber. Bundesweit übertraf zuletzt sowohl bei Berufskraftfahrern als auch bei Schienenfahrzeugführern die Zahl der offenen Stellen die Anzahl der in den jeweiligen Berufsgruppen gemeldeten Arbeitslosen.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Berufskraftfahrer im Güterverkehr stieg um rund 1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahrszeitraum. Insgesamt waren 565.086 Fahrer für die Unternehmen tätig. Maßgeblich für diese Entwicklung war dem BAG zufolge eine deutliche Zunahme von Fachkräften mit einer ausländischen Staatsbürgerschaft. In ihrer Marktbeobachtung errechnet die Behörde einen Anteil rund 18,1 Prozent.

Obgleich der Anteil der unter 25-jährigen Berufskraftfahrer mit rund 2,6 Prozent im Vergleich zum bundesweiten Durchschnitt über alle Berufe relativ niedrig war, stieg deren Anzahl gegenüber 2016 absolut um rund 3,1 Prozent. Der Anteil der über 55-jährigen Berufskraftfahrer war hingegen vergleichsweise überrepräsentiert. Mit rund 29,0 Prozent gibt ihn das BAG an. Steigend entwickelten sich die Anteile der Berufskraftfahrer mit anerkanntem sowie akademischem Berufsabschluss. Auf dem Arbeitsmarkt, so zitiert das BAG die Bundesagentur für Arbeit, überstieg im Juli 2018 die Zahl der offenen Stellen die der arbeitslos gemeldeten Berufskraftfahrer deutlich. Auf mehr als 20.000 Arbeitsplätze kamen demnach knapp 14.000 Bewerber.

In Teilen Süddeutschlands war nach den Statistiken die Personalknappheit im gewerblichen Straßengüterverkehr angespannter als etwa in Berlin oder Hamburg. Vor diesem Hintergrund ergreifen viele Unternehmer aktiv Maßnahmen, um Fachkräfte zu rekrutieren oder zu binden. Hierzu zählen beispielsweise weitreichende Werbemaßnahmen oder finanzielle Anreize.

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