LHG: Mengen auf hohem Niveau

Zum Jahresbeginn 2022 sieht sich die Lübecker Hafen-Gesellschaft gestärkt. Die Gesamtleistung lag 2021 um knapp sechs Prozent über der des Vor-Corona-Jahres 2019.

Die LHG geht gestärkt ins neue Jahr. (Foto: LHG)
Die LHG geht gestärkt ins neue Jahr. (Foto: LHG)
Christine Harttmann

Nach den vorläufigen Hochrechnungen stiegen die Umschlagmengen der Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) im Vergleich zum Vor-Coronajahr 2019 um rund 23,7 Millionen Tonnen – einschließlich der vermieteten Terminals. Das entspricht einem Wachstum um knapp sechs Prozent. Zugelegt hat vor allem der RoRo-Bereich, während sich die Zahlen im beschäftigungsintensiven Bereich Forstprodukte weiter nach unten entwickelt haben. Die LHG spricht von einem „insgesamt guten Jahr“.

Gegenüber 2019 habe die Zahl der Lkw mit rund 5,5 Prozent (etwa 402.000 Lkw) und Trailer mit rund 8 Prozent (knapp 380.000 Einheiten) deutlich angezogen, meldet das Unternehmen. Die Menge der Neufahrzeuge habe sich mit neu akquirierten Mengen unter Berücksichtigung einer grundsätzlichen Marktschwäche um 25 Prozent (rund 87.300 KFZ) erhöht. Vom RoRo-Wachstum profitierte auch die LHG-Tochter Baltic Rail Gate. Über 126.000 Einheiten wurden am Intermodal Terminal am Skandinavienkai umgeschlagen, das sei ein neuer Bestwert, meldet die Hafen-Gesellschaft.

Im Stammgeschäft – Forstprodukte, Karton und Papier – musste die LHG allerdings wie erwartet mit insgesamt 24,6 Prozent (knapp 1,3 MillionenTonnen) weitere Rückgänge hinnehmen. Der fortschreitende Strukturwandel in diesem Bereich ging über die ohnehin schon negativen Erwartungen hinaus. Dabei konnte die positive Entwicklung im Umschlag von Zellulose und Holz den drastischen Verlust im beschäftigungsintensiven Segment Papier nur geringfügig kompensieren. Die strukturell bedingten Mengenrückgänge in diesem Bereich werden sich, so erwartet es die LHG, fortsetzen. Vor diesem Hintergrund habe es sich als strategisch richtig erwiesen, den Umschlag von Forstprodukten an den Terminals Skandinavienkai und Schlutup zu konzentrieren. Das Unternehmen hält es für geboten, das Projekt Umstrukturierung in allen Bereichen fortzusetzen.

Die Vergleichswerte 2021/2019 legt die LHG zugrunde, weil ihr der Vergleich mit dem Corona-Ausnahmejahr 2020 nicht aussagekräftig genug erscheint. Um acht Prozent liegen die Ergebnisse im ersten Pandemie-Jahr unter denen das Jahres 2021.

LHG-Geschäftsführer Sebastian Jürgens zeigt sich insgesamt zufrieden mit dem Jahr 2021:

„Die Zahlen beweisen, dass wir beim Umbau unseres Unternehmens auf dem richtigen Weg sind. Vor allem freut uns, dass wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden nahtlos an das Jahr 2019 anknüpfen und die Leistung weiter erfolgreich steigern konnten. Es bleibt aber noch viel zu tun.“

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