LHG: Containerumschlag legte 2020 zu

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft zieht Bilanz und konnte die Corona-bedingten Einbußen in 2020 weitgehend auffangen.

Die Lübecker Hafengesellschaft ist mit ihrem erzielten Ergebnis 2020 während der Corona-Pandemie zufrieden. Foto: Kombiverkehr
Die Lübecker Hafengesellschaft ist mit ihrem erzielten Ergebnis 2020 während der Corona-Pandemie zufrieden. Foto: Kombiverkehr
Daniela Kohnen

Nur rund zwei Prozent Einbußen im Vergleich zum Vorjahreswert verzeichnete die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) bei den Umschlagmengen einschließlich der vermieteten Terminals mit knapp 21,84 Millionen Tonnen.

Gerade die Mengensteigerung in den vergangenen vier Monaten habe zu dem insgesamt moderaten Rückgang beigetragen, so die RoRo-Hafenbetreiberin LHG. Die einzelnen Bereiche hätten sich allerdings sehr unterschiedlich entwickelt.

So lag das Automobilgeschäft mit 84.000 Fahrzeugen um gut 20 Prozent über dem Vorjahr. Und auch der Containerumschlag legte zu und erreichte mit 60.000 TEU (20 Fuß-Standardcontainer) einen Zuwachs von rund acht Prozent. Die meisten Bereiche, darunter auch der aufkommenstarke RoRo-Umschlag, bewegten sich im Bereich des allgemeinen Rückgangs.

Deutliche Einbußen verzeichnete allerdings der Bereich Forstprodukte, der aus strukturellen Gründen um 7,5 Prozent nachgab. Die Intermodaltochter Baltic Rail Gate schloss nach einer Aufholjagd in den letzten vier Monaten 2020 mit 112.700 Einheiten und damit 0,6 Prozent unter Vorjahr ab. Geschäftsführer Sebastian Jürgens:

„Wir setzen trotz aller Belastungen den Weg der notwendigen Umstrukturierungen nicht nur konsequent fort, sondern müssen ihn noch intensivieren. Dabei zeigt sich, dass die Konzentration von Forstproduktemengen auf dem Skandinavienkai der richtige strategische Ansatz ist. Damit schaffen wir freie Flächen auf den übrigen Terminals, die wir optimiert nutzen können. Schwerpunkt wird darüber hinaus der Ausbau von Baltic Rail Gate und der Intermodalverkehre sein.“

Die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH ist eine große RoRo-Hafenbetreiberin an der Ostsee, die an den vier Hafenterminals hochfrequente Seeverkehre in den Ostseeraum anbietet. Die Ladeeinheiten werden gebündelt und durch leistungsfähige Systeme mit dem Hinterland verbunden. Partner sind unter anderem die Papier- und Automobilindustrie.

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