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Leicht sinkende Preise und mehr freie Kapazitäten im Markt

Der Transport Market Monitor stellt trotz deutlichem Kapazitätszuwachs im dritten Quartal 2018 nur leicht sinkende Transportpreise fest.

Die freie Ladekapazität am MArkt steigt wieder. (Foto: Pixabay)
Die freie Ladekapazität am MArkt steigt wieder. (Foto: Pixabay)
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Christine Harttmann

Während die Transportkapazitäten in Europa nach einer dramatischen Verknappung seit Herbst 2017 im 3. Quartal 2018 wieder zweistellige Zuwachsraten verzeichnet haben, sind die Transportpreise um nur 2,8 Prozent zurückgegangen. Verglichen mit dritten Quartal 2017 waren Straßentransporte im 3. Quartal 2018 sogar um drei Prozent teurer. Und das, obwohl im Sommer 2018 deutlich mehr Kapazität im Markt zu beobachten war. Das geht aus der 37. Ausgabe des Transport Market Monitors hervor, den Transporeon und Tim Consult veröffentlicht haben.

 

Die zentralen Ergebnisse der Marktstatistik im Überblick:

•           Die verfügbare Transportkapazität stieg mit einem Kapazitätsindex von 81,2 gegenüber dem 2. Quartal um 15,8 Prozent. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum belief sich der Zuwachs auf 20,4 Prozent.

•           Der Transportpreisindex sank auf einen Wert von 104,9. Das entspricht einem Rückgang der Transportpreise um 2,8 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal. Der Preisindex war um drei Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

•           Der Dieselpreisindex legte vom 2. auf das 3. Quartal dieses Jahres um vier Prozent zu.

Seit Mai war also die verfügbare Kapazität für Straßentransporte Monat für Monat gewachsen.

„Die Entwicklung folgte damit zwar dem Trend von 2017. Dieses Jahr sind die Transportkapazitäten seit Mai jedoch viel stärker gestiegen als 2017“, erläuterte Jan Rzehak, Director Business Consulting bei der Transporeon Group, zu den Zahlen.

In den Ferienmonaten Juni, Juli und August sei der Anstieg, wie zu erwarten, besonders ausgeprägtgewesen.

„Im September sind die Kapazitäten dann zwar wieder auf das Niveau von Juni gesunken, aber lange nicht so stark wie im Herbst 2017. Hier sehen wir also einen wesentlichen Unterschied“, so Rzehak weiter.

Vieles deute darauf hin, dass sich der Markt bei den Transportkapazitäten wieder auf das Niveau zubewege, wie in den Jahren vor 2017, fügt Tim Consult-Geschäftsführer Oliver Kars hinzu. „Damals war noch deutlich mehr Transportkapazität im Markt verfügbar.“ Ein Grund für die Entwicklung jetzt könnte seiner Meinung nach sein, dass das Wirtschaftswachstum an Schwung verliert. So sei die Industrieproduktion im Euroraum laut dem Statistischen Amt der Europäischen Union (Eurostat) von August auf September um 0,3 Prozent gesunken. „Für das kommende Jahr hat die EU-Kommission ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum im Euroraum gesenkt, vor allem für Frankreich, das hoch verschuldete Italien und für Deutschland“, ergänzt Kahrs. Laut Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hatten im 3. Quartal insbesondere Probleme der Autoindustrie mit dem neuen Abgasprüfverfahren WLTP das Wachstum hier gebremst.

Dennoch, obwohl sich die Kapazitätssituation am Transportmarkt entspannt hat, sanken die Transportpreise nur gering. „Sie gleichen sich seit Juni zwar nach und nach wieder den Preisen von 2017 an. Damals hatten die Spediteure die Engpässe bei den Transportkapazitäten genutzt, um ihre Preise spürbar anzuheben“ sagte Kahrs.

„Jetzt tritt eine zunehmende Entspannung beim Frachtraum ein. Dennoch bewegen sich die Preise weiterhin auf diesem höheren Niveau. Dafür könnte die Entwicklung des Dieselpreises ausschlaggebend sein.“ Laut dem Transportmarktbarometer ist der Dieselpreisindex nach dem zweiten Quartal auch in dritten weiter gestiegen, und zwar um vier Prozent, so Kahrs Interpretation.

Die Experten von Transporeon und Tim Consult berichten, dass sich die Kapazitäten im Oktober und November sogar noch weiter entspannt haben, während die Transportpreise hoch geblieben sind. „Das geht aus den Auswertungen der Transporeon-Plattform für Oktober und November hervor, die wir für Marktteilnehmer in der Publikation Transport Market Radar (TMR) monatlich zur Verfügung stellen“, ergänzt Rzehak.

Der Transport Market Monitor wird aus der Transporeon-Plattform erhoben und erscheint vierteljährlich. Die Publikation enthält Quartalszahlen und gibt darüber hinaus Auskunft, wie sich die Transportkapazitäten und -preise im Rückblick über einen Zeitraum von zwölf Monaten und mehr entwickelt haben.

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