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Lang-Lkw: Mehr Platz für Autoteile

Bei Transporten für die Automobilindustrie setzt Alfred Schuon auf Lang-Lkw. Wo vorher drei Jumbo-Fahrzeuge unterwegs waren, reichen zukünftig zwei 25,25-Meter-Lastzüge.
(Foto: Alfred Schuon)
(Foto: Alfred Schuon)
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Christine Harttmann

Mit zwei neuen Lang-Lkw beteiligt sich nun auch Alfred Schuon am bundesweiten Feldversuch. Für einen Automobilzulieferer aus Süddeutschland transportiert der Logistikdienstleister vor allem leichte, sperrige Güter im Linienverkehr von Bayern nach Baden-Württemberg. Auf der Strecke zwischen Regensburg und Karlsruhe ersetzen die beiden Lang-Lkw seit Oktober die drei Jumbo-Fahrzeuge, die bis dato die Zulieferteile transportierten.

„Wir können aus unserer Erfahrung bestätigen, dass das Verkehrsaufkommen durch die Lang-Lkw sinkt“, sagt Rolf Berkowitz, der als stellvertretender Speditionsleiter der Alfred Schuon federführend in dem Projekt ist. Dass die gleiche Gütermenge nun mit einem Fahrzeug und damit auch einem Fahrer weniger transportiert werden könne, sei besonders vor dem Hintergrund des Fahrermangels zukunftsträchtig.

Schwerer als konventionelle Lkw dürfen die 25,25-Meter-Lastzüge ohnehin nicht sein: Ihr Gewicht ist auf 40 Tonnen begrenzt. „Meist unterschreiten wir diese Gewichtsmarke sogar, weil wir in neues, leichteres Equipment investiert haben. Unsere Ladung ist zudem zwar sperrig, aber nicht schwer“, erklärt Berkowitz. Für die Lang-Lkw setzt Schuon auf besonders leichte Dollys sowie gewichtsoptimierte, zweiachsige Fiegl-Auflieger.

Weitere Vorteile sieht Berkowitz auch in den spürbar gesunkenen Kosten gegenüber dem konventionellen Jumbo-Lkw. Nicht nur auf den Spritverbrauch, auch auf den Schadstoffausstoß wirke sich das positiv aus. „Damit haben wir einen weiteren großen Schritt in Richtung unserer Ökostrategie ‚Green Logistics‘ erreicht, mit der wir den CO2-Ausstoß unserer Flotte so weit wie möglich minimieren möchten“, erklärt Berkowitz. Die Erfahrungen von Schuon decken sich dabei auch mit den bisherigen Erkenntnissen des Feldversuchs: Im Sommer 2014 berichtete die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) von Effizienzgewinnen sowie Kraftstoffersparnissen zwischen 15 und 25 Prozent.

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