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Kurzstreckenseeverkehr: RoRo-Verkehre legen deutlich zu

Im Jahr 2017 ist das Güterumschlagsvolumen im Kurzstreckenseeverkehr in deutschen Häfen 2017 nur leicht gestiegen. Die RoRo-Verkehre sind dabei überproportional gewachsen, während der Containerumschlag rückläufig war.
RoRo-Verkehre verzeichneten im Jahr 2017 ein überproportionales Wachstum. (Foto: Port of Kiel)
RoRo-Verkehre verzeichneten im Jahr 2017 ein überproportionales Wachstum. (Foto: Port of Kiel)
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Christine Harttmann

Das geht aus einem Bericht des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) hervor, das im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums die Entwicklung des Kurzstreckenseeverkehrs deutscher Seehäfen im Jahr 2017 näher untersuchte. Demnach betrug das Güterumschlagsvolumen im Kurzstreckenseeverkehr 2017 rund 185,3 Millionen Tonnen. Im Vergleich zum Jahr 2016 bedeutete dies ein Plus von rund 0,6 Prozent. Im Gegensatz zu den Vorjahren entwickelten sich die Umschlagsmengen im Kurzstreckenseeverkehr damit etwas schwächer als der Seegüterumschlag der deutschen Häfen insgesamt.

Maßgeblich für den erneuten Anstieg des Kurzstreckenseeverkehrs waren vor allem Umschlagszuwächse im Verkehr mit Norwegen, Lettland, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und Schweden. Die Umschlagsrückgänge mit der Russischen Föderation, dem nach wie vor wichtigsten Staat im deutschen Kurzstreckenseeverkehr, dem Vereinigten Königreich und Belgien seien hierdurch mehr als ausgeglichen, heißt es seitens des BAG.

Mit einem Plus von rund 6,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten RoRo-Verkehre im Jahr 2017 ein überproportionales Wachstum. Mehr als 2,1 Millionen Lkw und unbegleitete Anhänger beziehungsweise Sattelauflieger wurden von deutschen Seehäfen im RoRo-Verkehr umgeschlagen – mit einem Anteil von zuletzt rund 88,8 Prozent vor allem von den deutschen Ostseehäfen. Zuwächse verzeichneten dabei insbesondere die Relationen mit Lettland, Dänemark und Schweden.

Die Containerumschläge deutscher Seehäfen im Kurzstreckenseeverkehr nahmen im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr hingegen um rund 2,8 Prozent auf rund 5,7 Millionen TEU (20-Fuß-Standardcontainer) ab, unter anderem aufgrund rückläufiger Russlandverkehre.

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