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Krone bilanziert: 2019 nur Delle, noch kein Abschwung

Der Trailer-Hersteller Krone zieht Bilanz: Nach fast zehn Jahren stetigen Wachstums kühlte sich der Markt 2018/19 deulich ab. Trotz Kurzarbeit sieht man für eine Krise wie 2009 in Werlte noch keine Anzeichen. Die zum Erliegen gekommene Vermarktung gebrauchter Trailer Richtung Russland und andere Markthemmnisse gelte es nun zu überwinden.

Den Jahresauftakt mit Rückblick 2019 und Vorschau 2020 gestaltet Krone gerne als "Kamingespräch". Den Rahmen bildeten diesmal die historischen Räume der "Alten Drostei" in Papenburg. Foto: rod
Den Jahresauftakt mit Rückblick 2019 und Vorschau 2020 gestaltet Krone gerne als "Kamingespräch". Den Rahmen bildeten diesmal die historischen Räume der "Alten Drostei" in Papenburg. Foto: rod
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Robert Domina

Die in Grafiken gegossenen Absatzzahlen für Anhänger und Sattelauflieger sprechen eine klare Sprache: Zehn Jahre geht’s nach einem Abschwung meist ziemlich kontinuierlich aufwärts dann folgt der nächste Abschwung. 2009 geriet dieser Abschwung zum Absturz, man erinnert sich ungern an diesen krassen Einbruch. 2018 bildete dagegen ein Spitzenjahr ab, 2019 schwächte sich der Trailer-Markt zum ersten Mal seit 2012 wieder ab. Nicht nur für Dr. Frank Albers, bei Krone Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing, sind das regelmäßige Wirtschaftszyklen, die noch nicht das Schlimmste bedeuten müssen. Denn der Geschäftsklimaindex und die Erwartungen der Experten zeigten für 2019 schon wieder nach oben, auch das Brutto-Inlandsprodukt sei stabil. „Mit etwas Glück“, so Albers, „befinden wir uns sogar schon wieder auf einem aufsteigenden Pfad.“

 

 

Zwar gebe es in manchen Unternehmens-Sparten und Werken Kurzarbeit, schließlich seien die Auftragseingänge für Nutzfahrzeuge über 6 t GG seit Ende 2018 um rund 30 Prozent eingebrochen. Dennoch steht vor den Umsatzzahlen der Krone-Gruppe nach wie vor ein Plus. Für das Geschäftsjahr 18/19 konnte Krone einen Gesamtumsatz von 2,24 Mrd. Euro verbuchen, entsprechend einem Plus von fast fünf Prozent. Davon erwirtschaftete 1,54 Mrd (+3,2 %) der Nutzfahrzeug-Bereich, 0,7 Mrd. Umsatz generierte die Landwirtschafts-Sparte bei einem Wachstum von gut neun Prozent.

Interessant das Wachstum nach Produktgruppen: Während die Planen-Sattel bis 2017/18 einen stetigen Aufwärtstrend verbuchten, sank die Stückzahl hier leicht von 35.072 Einheiten auf 33.899 Einheiten im Geschäftsjahr 2018/18. Im gleichen Zeitraum konnten jedoch die Koffer-Sattelauflieger leicht zulegen (10.253 zu 10.617 Einheiten), den größten Zuwachse verbuchten jedoch die Wechselsysteme mit einem Plus von 14 Prozent, entsprechend 12.690 Einheiten zu 10.919 im Vorjahr.

Erfreuliches berichtet Frank Albers auch über den Ausrüstungsgrad der hauseigenen Trailer-Achse. Dieser sei seit 2015 kontinuierlich auf rund 40 Prozent gestiegen, was die große Kundenzufriedenheit wieder spiegele.

Während Krone sich also bestens aufgestellt für die Herausforderungen der Zukunft sieht, habe man auf externe Faktoren, so Frank Albers, weniger Einfluss. Brexit-Unsicherheit und Zoll-Streitigkeiten führten zu Markt-Unsicherheiten und Aufschub von Kaufentscheidungen bei der Kundschaft.

Insbesondere mache der Einfuhrstopp Russlands für gebrauchte Trailer älter als drei Jahre große Sorgen. Hier ging der Absatz um rund 90 Prozent zurück. Dies führe zu einem Anwachsen der Trailer-Altbestände, die auch Krone zu alternativen Überlegungen zwinge. Um die hoch qualifizierten Arbeitskräfte in den Werken halten zu können, werde über eine alternative Zweitverwertung von Trailern nachgedacht. Das Stichwort heißt hier „Refurbishing“, also die Aufarbeitung im Werk mit Original-Teilen in den Bereichen Plane, Schiebedach, Frontpartie, Heckportal sowie Bremsen und Fahrwerk.

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