Korean Air Cargo setzt auf Flughafen Wien als Cargo-Hub

In den Pandemiejahren 2020 und 2021 haben die Tonnagen der südkoreanischen Fluglinie von und in die österreichische Hauptstadt um mehr als 40 % zugenommen.

Von 27.700 t (2019) auf 39.800 t Fracht im Jahr 2021 hat Korean Air Cargo seine Tonnagen am Flughafen Wien ausgebaut. (Foto: Flughafen Wien)
Von 27.700 t (2019) auf 39.800 t Fracht im Jahr 2021 hat Korean Air Cargo seine Tonnagen am Flughafen Wien ausgebaut. (Foto: Flughafen Wien)
Claus Bünnagel

Steigende Frachtzahlen verzeichnet Korean Air Cargo am Luftfrachtdrehkreuz Wien: In den Pandemiejahren 2020 und 2021 haben die Tonnagen um mehr als 40 % zugenommen. Und auch in den ersten fünf Monaten 2022 verzeichnet die südkoreanische Fluglinie stetig steigende Wachstumsraten auf ihrer Strecke zwischen Seoul-Incheon und Wien. Insbesondere für die Automobilbranche in Zentral- und Osteuropa schlägt Korean Air Cargo Güter am Flughafen Wien um, den das Flugunternehmen als europäisches Logistikdrehkreuz nutzt.

Von 27.700 auf 39.800 t in zwei Jahren

Mit mehr als 39.400 t Fracht in 2020 und 39.800 t in 2021 hat Korean Air Cargo seine Tonnagen am Flughafen Wien in den vergangenen zwei Jahren erheblich ausgebaut (27.700 t in 2019). Auch in den ersten fünf Monaten des Jahres 2022 verzeichnet die südkoreanische Fluglinie stetig steigende Wachstumsraten. Korean Air Cargo verbindet seit 2004 sein Heimatdrehkreuz mit dem Flughafen Wien. Am Anfang setzte die Fluggesellschaft Frachter vom Typ Boeing 747-400F ein. Seit 2012 ergänzen auch Boeing 747-8F und Boeing 777F die nach Wien eingesetzten Typen. Mittlerweile führt Korean Air Cargo bis zu 13 Flüge pro Woche in die österreichische Hauptstadt durch. Hiermit ist der Standort der am meisten angeflogene Flughafen der Airline in Europa sowie dessen logistisches Hauptdrehkreuz für den Kontinent. Mehr als 535.400 t Fracht hat Korean Air Cargo insgesamt von und zum Flughafen Wien transportiert.

Dichtes Roadfeeder-Netz

Neben Materialien für die Automobilproduktion machen Elektronik- und Pharmagüter einen bedeutenden Anteil der Tonnagen aus. Dank seiner Logistikinfrastruktur und hoher Abfertigungskapazitäten bietet der Flughafen Wien einen schnellen Umschlag auf das europäische Autobahnnetz. Die geografisch Lage ermöglicht ein dichtes Roadfeeder-Netz, über das Güter via Lkw binnen 36 Stunden etwa 23 Länder erreichen können.

Die Luftfracht gewinnt im Bereich Automotive, Elektronik sowie Pharma immer mehr an Bedeutung. Die Luftraumsperrungen über Russland oder die Staus vor den chinesischen Seehäfen steigern insbesondere zwischen Asien und Europa die Nachfrage nach zuverlässigen Kapazitäten. (Michael Zach, Vice President Sales & Finance, Ground Handling & Cargo Operations des Flughafens Wien)

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