Kooperation: Cityfreighter und PEM planen Elektro-Laster

Cityfreighter geht eine strategische Partnerschaft mit PEM Motion ein, um innovative elektrische Last-Mile-Lieferlösungen zur Markreife zu entwickeln.

Mit CityFreighter drängt ein Neuer auf den wachsenden Markt für Last-Mile-Fahrzeuge. (Foto: CityFreighter)
Mit CityFreighter drängt ein Neuer auf den wachsenden Markt für Last-Mile-Fahrzeuge. (Foto: CityFreighter)
Christine Harttmann

Das kalifonische Start-up Cityfreighter ist eine Kooperation mit der Aachener PEM Motion eingegangen. Gemeinsam wollen die letzte Meile elektrifizieren. Cityfrighter entwickelt dazu das CF1, ein modular aufgebautes, elektrisches Verteilerfahrzeug. Für das 3. Quartal 2023 ist der Start der Serienproduktion avisiert.

Eine Beta-Version Modells wurde zuerst im August 2021 auf der Advanced Clean Technology Expo in Long Beach, Kalifornien, vorgestellt. Der Elektromotor des emissionsfreien Lieferwagens sitzt auf der Vorderachse. Das Lithium-Ionen-Batteriepaket hält eine Kapazität von 86 kWh vor. Mit Wärmepumpen-basiertem Thermomanagement sei damit eine Reichweite von 150 Meilen möglich, so die Verlautbarung. Der CF1 sei außerdem mit fortschrittlichen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, darunter eine ganze Reihe von ADAS-Funktionen und eine Stabilitätskontrolle. Das Niederflur-Skateboard-Fahrgestell soll für eine besonders hohe Nutzlast sorgen. In den USA soll der Stromer als Klasse-3-Lieferwagen mit 4,8 Tonnen und einer Zuladung von 2,4 Tonnen kommen. Für Europa ist ein Klasse-2-Lieferwaren mit 4,24 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht avisiert. Die mögliche Zuladung soll bei 1,85 Tonnen liegen.

Mit seinem Modell CF1 strebt der Hersteller nach nicht weniger als die „städtische Logistik und die Zustellung auf der letzten Meile zu revolutionieren.“ Man wolle direkt mit den Kunden zusammenarbeitet, um hochspezialisierte Lastwagen und eine integrierte Palette von Logistikdienstleistungen zu entwickeln, heißt es. Das Unternehmen werde Flottenbetreibern alles zur Verfügung stellen, was sie zur Elektrifizierung und zur Senkung der Gesamtbetriebskosten benötigen. Ein neuer strategischer Ansatz soll es möglich machen, dass schon geringe Stückzahlen möglichst Preiswert angeboten werden können.

Von der Zusammenarbeit mit PEM Motion verspricht sich das kalifornische Start-up verbesserte Organisationsstrukturen in den Vereinigten Staaten und in Europa. Man wolle das Team des Beratungsunternehmens, zu dem Ingenieure, Entwickler und Geschäftsexperten für Elektrische Antriebe und Fertigungslogistik gehören, nutzen um den Geschäftsbetrieb in beiden Regionen zu erweitern.  (Foto: CityFreighter)

Mit dabei sei auch Professor Achim Kampker. Als CEO von StreetScooter war er maßgeblich an der Entwicklung elektrischen Post-Autos beteiligt. Rund 18.000 Elektrolieferwagen aus Aachen sind bereits in Deutschland, den Niederlanden und Japan unterwegs – eine der wohl größten kommerziellen Elektroflotten der Welt. EM Motion sei bekannt für sein Ingenieurstalent, für sein innovatives Unternehmertum und für die Kompetenz zur Fertigung von Elektrofahrzeugen, beschreibt der Gründer und Präsident von CityFreighter, Michael Schoening.

„Sie sind der richtige Partner für uns, wenn wir ein neues kundenzentriertes Mobilitäts-Modell entwickeln, um den Markt für die letzte Meile zu erobern.“

PEM Motion werde seine Kenntnisse des deutschen und nordamerikanischen Marktes nutzen, „um das Konzept von CityFreighter zum Leben zu erwecken“, verspicht Kampker.

„Wir sind erfahrene Entwickler von Elektrofahrzeugen und haben mit vielen Kunden zusammengearbeitet, um kostengünstige und praktische Wege zum Aufbau eines Unternehmens zu finden.“

CityFrighter will bereits im Jahr 2024 profitabel arbeiten. Bis 2027 soll ein Volumen von 30.000 Fahrzeugen erreicht werden.

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