Kontraktlogistik: Sievert setzt auf Mehrwertdienste

Dabei nimmt der Logistikdienstleister in Stockstadt insbesondere Start-ups in den Blick.

(Foto: Sievert Logistik)
(Foto: Sievert Logistik)
Christine Harttmann

Die Sievert Logistik SE richtet ihren Standort in Stockstadt verstärkt auf Mehrwertdiensten, die sogenannten Value Added Services (VAS), aus. Der Logistikspezialist wendet sich damit explizit auch an Start-ups. Eine neue Kommissionierstraße sei zu diesem Zweck bereits im vergangenen Jahr in Betrieb genommen worden, teilt das Unternehmen mit. Darüber hinaus sei die Lagerfläche um 1.600 Quadratmeter erweitert worden. Als nächstes ist geplant, dass die IT am Standort ausgebaut wird. Ziel ist den Angaben zufolge, dass sie schnell und umstandslos an unterschiedliche Shop- und Versandsysteme angebunden werden kann. Rui Macedo, Geschäftsführer der Sievert Logistik erklärt dazu:

„Neben etablierten Industrie- und Handelsbetrieben sind auch junge, aufstrebende Unternehmen eine interessante Zielgruppe für uns. Denn oft mangelt es ihnen an logistischer Kompetenz. Diese Lücke wollen wir mit unseren umfangreichen Leistungen füllen.“

Der Sievert-Standort in Stockstadt eigne sich hierfür insofern besonders gut, als dass dort bereits in der Vergangenheit umfangreiche VAS erbracht worden seien.

Das Leistungsspektrum erstreckt sich von Kommissionierung und Konfektionierung über die Etikettierung und das Retourenmanagement bis hin zu Verpackung und Qualitätskontrollen. Sievert-Regionalleiter Markus Heßler ist zuständig für den Standort und berichtet:

„Für einen großen Hersteller von Gartengeräten und Werkzeugen führen wir aktuell sogar Nach- und Reparaturarbeiten durch.“

Der bestehende Auftrag wurde erst vor kurzem bei nahezu verdoppeltem Volumen erneut verlängert. Insgesamt umfasst er nun die Abwicklung von jährlich rund 600 Container-Lieferungen. Je Container müssen dabei 40 bis 50 Paletten zunächst entladen und eingelagert werden. Anschließend werden die Waren entsprechend der Vorgaben des Kunden kommissioniert, verpackt und schließlich verschickt.

„Zusätzlich führen wir auf Kundenwunsch Rework-Arbeiten durch, wie beispielsweise das Bestücken einzelner Sendungen mit Betriebsanleitungen oder das Anbringen von Aufklebern“, erklärt Heßler.

Genau hieran würden viele Start-ups scheitern. Meist mangele es nicht nur an Lagerfläche und Equipment, sondern vor allem am logistischen Know-how. Das Problem: Irgendwann sind die Volumina zu groß, als dass die jungen Unternehmen sie in der heimischen Garage selbst abwickeln könnten, aber noch zu klein, als dass sie für einen Logistiker interessant wären.

„Deshalb arbeiten wir an Konzepten, die es erlauben, mehrere Start-ups zusammenzufassen, um so ein Volumen zu generieren, das uns eine effiziente Kommissionierung erlaubt“, sagt Heßler.

Dazu zählt unter anderem der Ausbau der IT. Ziel sei es, die technischen Voraussetzungen dafür zu schaffen, die gängigen Shop- und Versandsysteme künftig schnell und umstandslos anbinden zu können.

Aktuell bewirtschaftet Sievert Logistik in Stockstadt mit rund 30 Mitarbeitenden eine überdachte Lagerfläche von 12.000 Quadratmetern mit 10.000 Palettenstellplätzen.

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