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Konstanz: DPD stellt Pakete per Mikrodepot und Lastenrad zu

In der Konstanzer Innenstadt stellt DPD auf die Paketzustellung per Lastenrad um. Als Mikrodepot vor Ort dient eine Wechselbrücke.

Mikrodepot und lastenrad sollen den CO2-Ausstoß in Konstanz mindern. (Foto: DPD)
Mikrodepot und lastenrad sollen den CO2-Ausstoß in Konstanz mindern. (Foto: DPD)
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Christine Harttmann

Für das neue City-Logistik-Projekt in der Konstanzer Innenstadt musste sich DPD zunächst eng mit der Stadtverwaltung abstimmen, um die dafür notwendige öffentliche Stellfläche anzumieten. Dort steht jetzt seit kurzem die Wechselbrücke, in der Die Lastenräder die Nacht verbringen. Unter Tags dient der Container als Umschlagpunkt für die Pakete, die morgens angeliefert und dann mit den elektrisch betriebenen Fahrrädern weiter zu den Empfängern gebracht werden. Bei der Zustellung per Lastenrad ist ein solches Mikrodepot essenziell, weil es direkt im Zustellgebiet steht und damit die Strecken, die mit den Pedlecs zurückgelegt werden müssen verkürzt.

Das Konstanzer Projekt sei das erste bei dem eine Wechselbrücke im öffentlichen Raum als Mikrodepot fungiere, teilt DPD mit. Der am Döbele abgestellte Container biete viel Platz für Pakete. Er könne zukünftig auch zwei bis drei Mal am Tag angefahren und mit weiteren Paketen versorgt werden. So könnten die Lastenrad-Zusteller mehrere Touren hintereinander zurücklegen. In der Anfangsphase sei allerdings pro Lastenrad nur eine Tour vorgesehen.

Wenn alle Pakete an ihre Adressaten ausgeliefert sind, können die Zustelle ihr jeweilige Lastenrad in der Wechselbrücke abstellten. Der frisch aufgeladene Wechselakku kommt dann morgens mit den ersten Paketen zum Mikrodepot. In einem nächsten Schritt konnten die Lastenräder jedoch auch über ein Solarpanel auf dem Dach der Wechselbrücke direkt vor Ort aufgeladen werden.

Dass DPD das Projekt gerade in Konstanz umgesetzt hat, begründet der Paketdienst mit den den lokalen Gegebenheiten. Die Innenstadt verfügt mitunter über enge, mit Lieferwagen nur schwer erreichbare Straßen. Gleichzeitig eignet sich die Paketstruktur sehr gut für eine Zustellung mit elektrisch verstärkten Rädern.

„Lastenräder eignen sich vor allem für Zustellbereiche, in denen wir besonders viele Privatempfänger beliefern“, erklärt Gerd Seber, Group Manager City Logistics & Sustainability bei DPD Deutschland.

Touren verfügen nämlich in diesem Fall über viele Einzelstops, bei denen vorrangig kleinere Pakete zugestellt werden. Da die Suche nach Halteflächen in Innenstadtgebieten mit einem Lastenrad deutlich einfacher sei, sei die Zustellung hier besonders effizient.

„Gleichzeitig ergibt sich für uns noch ein positiver Effekt“, ergänzt Seber. „In Konstanz ist es nach 10 Uhr morgens nicht mehr gestattet, die Innenstadt mit Lieferwagen zu befahren. Dank der Lastenäder ist dieses Fahrverbot für uns kein Problem mehr.“

Die Umsetzung des Projektes war nicht zuletzt auch dank des Entgegenkommens seitens der Verwaltung möglich.

„Wir freuen uns daher sehr, dass die Stadt Konstanz uns in diesem Projekt unterstützt hat“, lobt der Manager.

Gleichzeitig hofft er auf eine Werbewirkung auch für andere Kommunen. „Wechselbrücken im öffentlichen Raum sind eine hervorragende Möglichkeit, um ebenso einfach wie wirtschaftlich Mikrodepots einzurichten. Städte sind bislang aber sehr zögerlich damit, entsprechende Flächen zur Verfügung zu stellen. Wir appellieren an die Kommunen, dem Beispiel Konstanz zu folgen und alternative Zustellmodelle möglich zu machen.“

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