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Kommentar: Viel Wind um wenig

Thomas Pietsch, stellv. Chefredakteur der Zeitung Transport, meckert über das Brimborium, das anlässlich der Maut-Erweiterung auf Bundesstraßen in Berlin veranstaltet wurde.
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Redaktion (allg.)

Es ist schon irritierend, wie da in Berlin die Erweiterung der Lkw-Maut zelebriert wurde. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, Vorstände der Toll-Collect-Konsortialpartner und Toll-Collect-Chef Hanns-Karsten Kirchmann drücken gemeinsam einen überdimensionalen Knopf, den man sonst aus Quizsendungen im Fernsehen kennt. Hurra, es geht los! Es wirkte wie der Startschuss zu etwas Wichtigem, etwas Großem. Hatte Berlin die Olympiade 2020 erhalten? Nein, die Lkw-Maut wurde um rund 1.100 Kilometer auf vierspurigen Bundesstraßen erweitert. Klingt viel – ist viel. Doch wenn man sich die erwarteten Einnahmen ansieht, entsprechen 100 Millionen Euro pro Jahr einer Steigerung von zwei Prozent. Wohingegen sich das Netz mautpflichtiger Straßen um gut acht Prozent ausdehnt. Na ja! Und wozu überhaupt dieses Brimborium? Der Mautvertrag war von vornherein so angelegt, dass das mautpflichtige Straßennetz erweiterbar ist. Zugegeben, es war nur ein symbolischer Akt. Doch peinlich war es schon ein wenig.

(tpi)
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