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Kommentar: Schöne Retourenwelt

Transport-Chefredakteur Torsten Buchholz über den blühenden Onlinehandel und den gleichzeitig boomenden Retourenwahn.
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Torsten Buchholz

Paketdienste profitieren vom Internethandel. Statt selbst in ein Kaufhaus zu gehen, bestellen Mann und Frau heute lieber online. Das ist bequem und hat den Vorteil, bestellte Waren zurückschicken zu können. Im Distanzhandel ist das ohne weiteres möglich. Im stationären Handel ist es eine Frage der Kulanz und läuft häufig auf Umtausch hinaus Die Rückgabe wegen Nichtgefallen spielt dort eine eher untergeordnete Rolle. Beim Internethandel gehört die Retoure zum Geschäftsmodell, egal ob deren Vermeidung oder deren Ansporn. Fest steht, dass die Retouren für einen Teil der Steigerung des Paketaufkommens verantwortlich sind. Für den Versandhändler ist eine Retouren deutlich teurer als eine einfache Auslieferung. Er wird aber nicht freiwillig auf diesen Kosten sitzen bleiben, sondern einen Teil davon direkt oder indirekt an die Kunden weiterreichen. Und er wird die Margen der eigentlich profitierende Transportdienstleister weiter drücken. Da entpuppt sich dann die schöne Retourenwelt als Profitvernichtungsmaschine.

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