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Kommentar: Freiwillige Selbstkontrolle

Transport-Chefredakteur Torsten Buchholz über das neue BGL-System "Trusted Carrier", dessen Pilotbetrieb dieser Tage anläuft.
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Torsten Buchholz
Im letzten Jahr hatte es der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) gemeinsam mit dem Thermologistikverband Transfrigoroute angekündigt: Der „Trusted Carrier“ soll dafür sorgen, dass schwarzen Schafen der Branche die Zufahrt auf die Höfe der Verlader verwehrt wird. Akzeptiert werden nur noch Fahrzeuge, die registriert sind. Diese Maßnahme soll dem Diebstahl von Ladungen sowie der Unzuver- lässigkeit einen Riegel vorschieben. Die Initiatoren erhoffen sich einen Selbstreinigungsprozess, der die Qualität der Transportleistungen verbessern soll. Das hilft erst einmal dem Verlader. Diese „Freiwillige Selbstkontrolle“, die man in abgewandelter Form beispielsweise aus der Filmwirtschaft und Arzneimittel-industrie kennt, ist kein Kartell, sondern ein guter Vorsatz. In der Tat muss sich nun zeigen, ob genügend Teilnehmer seitens der Verladerseite und aus der Transportbranche mitmachen, um einen neuen Qualitätsstandard überhaupt etablieren zu können. Zudem muss sich auch noch beweisen, ob dieses System wirklich alltagstauglich ist und nicht die vielbeschworene Flexibilität der Transportbranche lähmt.
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