Kommentar: Der Hahn im Keller

Torsten Buchholz, Chefredakteur der Zeitung Transport, über die Rolle des Lkw im Güterverkehr.
Torsten Buchholz
Dass wir bei allem, was wir so tun, den großen Zusammenhang nicht aus den Augen verlieren sollten, lehrt die Realität. Eine zu strenge Diät macht krank, abstruse Gedanken machen einsam. Die einseitigen Betrachtungsweisen von Fanatikern und Vertretern irgendeiner Ideologie sollten eigentlich zwangsläufig in die Sackgasse oder direkt gegen die Wand führen. Leider ist die Welt nicht nur realpragmatisch ausgerichtet, sondern ist auch ein Hort für mancherlei Unfug. Dazu zählt die durchaus ernstgemeinte Forderung von Umwelt- und Selbstversorgungsfanatikern, den Güterverkehr von den Straßen und möglichst aus der ganzen Welt zu verbannen. Dass damit in letzter Konsequenz die lebensnotwenige Fremdversorgung jedes Einzelnen mit Nahrung, Kleidung und Energie zur Disposition stehen könnte, wird einfach ausgeblendet. Bundesverkehrsminister Ramsauer hat auf der BGL-Mitgliederversammlung ein treffendes chinesisches Sprichwort zitiert: „Du kannst den Hahn in den Keller sperren, der Morgen kommt trotzdem.“ Dem ist nichts hinzuzufügen. (tbu)
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