Kombiverkehr: Positives erstes Halbjahr 2021

Der Frankfurter Operateur hat von Januar bis Ende Juni dieses Jahres mit über 470.000 transportierten Sattelaufliegern, Wechselbehältern und Containern ein Plus von 2,8 Prozent im Vergleich zum nicht Coronajahr 2019 erzielt.

Kombiverkehr will die positiven Sendungszahlen aus dem ersten Halbjahr 2021 laut eigenen Angaben fortschreiben. Foto: Deutsche Bahn AG
Kombiverkehr will die positiven Sendungszahlen aus dem ersten Halbjahr 2021 laut eigenen Angaben fortschreiben. Foto: Deutsche Bahn AG
Daniela Kohnen

Die Frankfurter Kombiverkehr KG liegt laut eigenen Angaben mit über 470.000 transportierten Sattelaufliegern, Wechselbehältern und Containern zur Jahresmitte erfolgreich auf Kurs. Das ist ein Plus von 2,8 Prozent im Vergleich zu 2019 beziehungsweise ein Plus von 11,5 Prozent zu 2020. Man habe bereits zum jetzigen Zeitpunkt die Transportmengen aus Vor-Corona-Zeiten übertreffen können, hieß es.

So konnte das Transportaufkommen im Geschäftsjahr 2020 nahezu stabil gehalten werden. Mit 26.089 weniger transportierten Sendungen und einem Minus von 3,0 Prozent wurde das Gesamtsendungsaufkommen fast stabil gehalten, das am Jahresende bei 858.079 transportierten Lkw-Sendungen lag. Eine Sendung entspricht dabei der Kapazität eines Lastzuges. Umgerechnet in 20-Fuß-Einheiten belief sich die Beförderungsmenge im Geschäftsjahr 2020 auf 1,72 Millionen TEU (20 Fuß-Standardcontainer). Die auf den Zügen beförderte Transportmenge lag bei 20,3 Millionen Bruttotonnen, die mittlere Transportentfernung unverändert bei 825 Kilometern und die Transportleistung bei 16,75 Milliarden Tonnenkilometern. Der Umsatz belief sich in 2020 auf 397 Millionen Euro.

Von den Folgen der Pandemie waren die einzelnen Marktsegmente des Unternehmens unterschiedlich betroffen. Mit einem leichten Minus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr schnitt das internationale Netzwerk eu.NETdirekt+ im Geschäftsjahr 2020 ab. Auf allen grenzüberschreitenden Relationen inklusive des Verkehrs mit den deutschen Ostseehäfen beförderte Kombiverkehr insgesamt 693.021 Lkw-Sendungen, 10.742 weniger als 2019.

Einen positiven Entwicklungstrend auf einem hohen Transportniveau zeigten vor allem die Verkehre auf den bilateralen Länderverbindungen zwischen Deutschland und Frankreich, Polen sowie Schweden. Das Transportaufkommen im nationalen Kombinierten Verkehr verbuchte einen überproportionalen Rückgang. Mit insgesamt 165.058 Lkw-Sendungen wurden im Netzwerk de.NETdirekt+ 8,5 Prozent weniger Lkw-Sendungen transportiert. Geschäftsführer Robert Breuhahn:

„Die Entwicklung im nationalen wie auch im internationalen Verkehr folgte im Jahresverlauf der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Nach einem schwachen ersten Halbjahr ist es uns gelungen, die Sendungsverluste aus den Vormonaten durch Zuwachsraten im hohen zweitstelligen Bereich im letzten Quartal fast auszugleichen. Dabei hat neben der konjunkturellen Erholung auch eine erfreulich hohe Pünktlichkeit der Züge in diesem Zeitraum zu der gestiegenen Nachfrage nach Transportleistungen geführt.“

Mit der Inbetriebnahme des Verkehrskonzepts MegaHub Lehrte und der Integration neuer Verkehre nach Italien im Transit via Schweiz zu Beginn dieses Jahres hat der Operateur den Grundstein für einen Ausbau des Netzwerkes und für ein Mengenwachstum gelegt. Gleich mehrere nationale Terminals wurden im April 2021 an die neue Schnellumschlaganlage in Hannover Lehrte angeschlossen. Die zweite Ausbaustufe mit Frequenzerhöhungen und auch Direktverbindungen ins benachbarte Ausland sollen das Angebot für Spediteure ab September attraktiver machen. Weitere Volumina sollen über bestehende und neue Verkehre auf dem Italien-Korridor mit Benelux und Deutschland erzielt werden, hieß es. Geschäftsführer Alexander Ochs:

„Mit Mortara wurde ein für Kombiverkehr neues Terminal in der Nähe zur Wirtschaftsmetropole Mailand in das Netzwerk aufgenommen, das die heutigen Verkehre und Leitungswege nach Norditalien geradezu ideal ergänzt. In diesen Verkehren sehen wir für die Zukunft großes Potential. Kombiverkehr setzt alles daran, Klimaschutz zu ermöglichen, indem das Angebot und auch der Einstieg für die Transportwirtschaft in den Intermodalen Verkehr vereinfacht wird. Letzteren unterstützen wir aktuell mit einem Aktionsangebot für Neukunden und aktiver Beratung beim Umstieg in den multimodalen Transport, mit der Hauptleistung auf der klimafreundlichen Schiene.“

 

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