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Kombinierter Verkehr: BGL, Allianz pro Schiene und DB Netz wollen Angebote transparenter machen

Transportunternehmen sollen schnell und ohne großen Aufwand eine Alternative zur Straße finden können. Helfen soll dabei eine Online-Plattform.
Foto: Stefan Kühn (DB Netz), Staatssekretär Steffen Bilger (Bundesverkehrsministerium), Professor Dr. Dirk Engelhardt (BGL) und Dirk Flege (Allianz pro Schiene).
Foto: Stefan Kühn (DB Netz), Staatssekretär Steffen Bilger (Bundesverkehrsministerium), Professor Dr. Dirk Engelhardt (BGL) und Dirk Flege (Allianz pro Schiene).
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Anna Maria Schmid

Die Branchenverbände Allianz pro Schiene und der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL)haben sich zusammengetan und wollen gemeinsam mit DB Netz den Zugang zum Kombinierten Verkehr Straße/Schiene vereinfachen. Dabei helfen soll die Online-Plattform railway.tools.

Gemeinsam wollen die drei Kooperationspartner die Verknüpfung der beiden Verkehrsträger intelligent, transparent und neutral ausbauen, heißt es in einer Mitteilung des BGL. Die digitale Logistik-Plattform solle als Herzstück dieser Initiative nutzerfreundlich weiterentwickelt werden. Dabei soll sie sich an den großen Kundenportalen des Personenverkehrs orientieren.

Schirmherr ist Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Wir wollen die Schiene attraktiver machen. Der Kombinierte Verkehr hilft uns dabei, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Deswegen fördern wir auch den Neu- und Ausbau von Umschlaganlagen des Kombinierten Verkehrs. Die Plattform railway.tools ist dabei ein weiterer wichtiger Schritt, die Logistikangebote kundenfreundlicher und transparenter zu gestalten“, sagt er.

„Das ist ein bedeutsamer Tag für den Güterverkehr in Deutschland“, so der Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, Dirk Flege, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags in der Bundespressekonferenz am Freitag in Berlin. „Ab sofort werden BGL und Allianz pro Schiene im Schulterschluss darauf dringen, dass die Hürden im Kombinierten Verkehr niedriger werden. In Deutschland gibt es auch verkehrspolitisch noch viel zu tun. Länder wie die Schweiz fördern seit Jahren ganz gezielt den Kombinierten Verkehr. Darüber denkt die Bundesregierung jetzt auch in ihrem Masterplan Schienengüterverkehr nach. Wir meinen, das zahlt sich aus.“

Professor Dr. Dirk Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des BGL, sagt: „Unsere Transportunternehmen sollen die Möglichkeit bekommen, Alternativen zur Straße schnell und übersichtlich zu recherchieren: Über die elektronische Plattform railway.tools werden sie die Routen zusammenstellen und später auch buchen können. Wir planen im Grunde eine digitale Logistik-Plattform für alle Transportvarianten im Vor-, Haupt- und Nachlauf.“

Aktuell besteht für Versender von Transportgut als auch für Spediteure und Straßentransporteure keine ausreichende Transparenz über Angebote im Kombinierten Verkehr, so der BGL. Die von der DB Netz AG entwickelte Online-Plattform railway.tools soll diese Lücke nach und nach schließen. Das Portal soll Terminals, Operateure, Verbindungen, Züge und Ladestellen auf einen Blick. Aktuell sind mehr als 20.000 Umsteigeverbindungen und rund 900 Ladestellen online abrufbar und kombinierbar.

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