Knorr-Bremse: Know-how zugekauft

Durch den Zukauf der britischen GT-Group erwirbt Knorr-Bremse zusätzliches Know-how im Bereich der Schadstoffreduzierung im Antriebsstrang und stärkt seine Position in Europa und Nordamerika.
Bei der Vertragsunterschrift (v.r.n.l.): Thorsten Seehars (Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge) mit Geoff Turnbull (bisheriger Eigentümer und Chairman der GT Group). (Foto: Knorr-Bremse AG)
Bei der Vertragsunterschrift (v.r.n.l.): Thorsten Seehars (Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge) mit Geoff Turnbull (bisheriger Eigentümer und Chairman der GT Group). (Foto: Knorr-Bremse AG)
Christine Harttmann

Über den Kaufpreis ist Stillschweigen vereinbart. Der Erwerb steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Zustimmung.

Die im englischen Peterlee ansässige GT Group ist auf Drossel- und Abgasklappensysteme spezialisiert. Sie produziert vorwiegend Abgasrückführungsventile und Abgasbremsklappen für Dieselmotoren im Nutzfahrzeugbereich. In beiden Produktsegmenten zählt sich das Unternehmen mit zu den Marktführern.

Dr. Peter Laier, Mitglied des Vorstands der Knorr-Bremse AG und zuständig für die Division Nutzfahrzeuge, freut sich über den Know-how-Zugewinn. Die mechatronischen Abgasbremsklappen von GT ergänzten hervorragend das Produktportfolio von Knorr-Bremse in Asien. „Daher planen wir im Entwicklungsbereich eine enge Zusammenarbeit vor allem zwischen GT Emissions Systems und unseren Tochtergesellschaften in Japan und China.“ Gemeinsam wolle man die Marktposition in Europa und Nordamerika weiter ausbauen, ergänzt Laier.

Und Geoff Turnbull, der bisherige Eigentümer und Chairman der GT Group, kommentiert: „Als internationaler Technologieführer ist Knorr-Bremse der ideale Partner für unsere umfangreiche technische Expertise und die von uns entwickelten Technologien.“

Die GT Group bietet Motortechnik und unterstützt ihre Kunden dabei, zukünftige Motorengenerationen zu entwickeln. Der Fokus liegt dabei auf der Einhaltung von Emissionsvorschriften. Eine Abgasbremsklappe ist ein stromabwärts von der Abgasturbine angeordnetes Drosselventil. Damit lässt sich eine gesetzlich vorgeschriebene Dauerbremseinrichtung in einem Nutzfahrzeug umsetzen. Indem der Luftmassenstrom im Schubbetrieb gedrosselt wird, steigen die Ladungswechselverluste und infolgedessen auch die Motorbremsleistung. Damit mindert die Abgasbremsklappe die Belastung der konventionellen Radbremsen. Das Abgasrückführungsventil (auch: AGR-Ventil) regelt die rückgeführte Abgasmenge im Dieselmotor. Es ist Teil des AGR-Systems, das der Frischluft einen gekühlten Teilstrom des Abgases beimischt, um die motorische Stickoxidemission zu reduzieren.

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