Keyou: Aufruf zu ambitionierter Klimapolitik

Mit einem gemeinsamen Appell wollen die 69 Unterzeichnern des Aufrufs der Stiftung 2°im Vorfeld der Sondierungen Druck auf die Politik ausüben. Auch Wasserstoffspezialist Keyou hat sich angeschlossen.

Markus Schneider, Mitgründer und einer der Geschäftsführer von Keyou: „Die neue Bundesregierung sollte den Klimaschutz und die Senkung von CO2-Emissionen zum primären Ziel der Legislaturperiode erklären.“ (Foto: Keyou)
Markus Schneider, Mitgründer und einer der Geschäftsführer von Keyou: „Die neue Bundesregierung sollte den Klimaschutz und die Senkung von CO2-Emissionen zum primären Ziel der Legislaturperiode erklären.“ (Foto: Keyou)
Christine Harttmann

Zum Beginn der vertieften Sondierungsverhandlungen fordert das Clean-Mobility Unternehmen Keyou gemeinsam mit einer breiten Allianz deutscher Unternehmen aus allen Schlüsselsektoren der Wirtschaft eine ambitionierte sektorübergreifende Klimapolitik, die den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens gerecht wird.

Mit ihrem Appell fordern die 69 Unternehmen – darunter viele Großunternehmen – die verhandelnden Parteien auf, Deutschland auf einen klaren, verlässlichen und planbaren Pfad zur Klimaneutralität zu bringen. Sie fordern von der neuen Bundesregierung, innerhalb der ersten 100 Tage eine Umsetzungsoffensive für Klimaneutralität aufzusetzen. Die deutschen Unternehmen wollen ein deutliches Signal für ambitionierten Klimaschutz in der neuen Legislaturperiode setzt. Markus Schneider, Mitgründer und einer der Geschäftsführer von Keyou, erklärt dazu:

„Die neue Bundesregierung sollte den Klimaschutz und die Senkung von CO2-Emissionen zum primären Ziel der Legislaturperiode erklären. Der reine Fokus auf die Elektromobilität macht keinen Sinn, denn alle Technologien und Innovationen, die diesem Ziel dienen, sollten Berücksichtigung finden. Wir als Unternehmen stehen bereit, mit der Entwicklung emissionsfreier Wasserstoffmotoren dazu beizutragen, den Schwerlastverkehr CO2-frei zu gestalten – kosteneffizient und ressourcenschonend.“

Unter den beteiligten Firmen sind Vertreter aus dem Maschinen- und Fahrzeugbau sowie große Unternehmen aus den Bereichen Mobilität, Gebäude und Handel sowie der Grundstoff- und Chemieindustrie und Finanzbranche. Laut einer Pressemeldung der Initiative beschäftigen sie zusammen in Deutschland mehr als eine Million und weltweit über fünf Millionen Menschen und stehen für einen globalen Umsatz von etwa einer Billion Euro.

Der Klimaschutz sei bei der Bundestagswahl das wahlentscheidende Thema gewesen und müsse von den Parteien bei der Bildung einer neuen Bundesregierung ganz oben auf die Agenda gesetzt werden, fordert Prof. Dr. Michael Otto, Präsident der Stiftung 2°, Unternehmer und Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group.

„Die Dekade des Handelns für den Klimaschutz hat begonnen. Die neue Bundesregierung muss jetzt den Rahmen setzen, damit wir als Unternehmer Klimaneutralität zum Markenzeichen der deutschen Wirtschaft machen können.“

In Anlehnung an den ganzheitlichen Ansatz des Green Deals der EU-Kommission fordern die Unternehmen in ihrem Appell, dass die Umsetzungsoffensive ein Paket konkreter Maßnahmen enthalten sollte, damit das Ziel Klimaneutralität bis 2045 verlässlich erreicht werden kann. Für die Transformation zur Klimaneutralität müsse so der Ausbau wichtiger Technologien und Infrastrukturen beschleunigt vorangetrieben werden. Dies gelte insbesondere für den Ausbau Erneuerbarer Energien und der dafür erforderlichen Stromnetze, klimafreundliche Industrieanlagen und Verkehrsinfrastrukturen sowie die energetische Gebäudesanierung.

„‚Klimaneutralität machen‘ sollte zum Motto der neuen Legislaturperiode werden. Die neue Bundesregierung muss klimapolitisch mutig und entschlossen handeln und kann dabei auf die Unterstützung dieser breiten Unternehmensallianz bauen“, sagt Sabine Nallinger, Vorständin der Stiftung 2°. „Jetzt kommt es darauf an, eine Umsetzungsoffensive für Klimaneutralität ins Zentrum einer Regierungsbildung zu rücken. Wenige Wochen vor der Weltklimakonferenz in Glasgow und vor den wichtigen Entscheidungen für das „Fit for 55“-Paket der EU senden die Unternehmen damit auch ein wichtiges Signal an die europäische und internationale Gemeinschaft“, so Nallinger weiter.

Die Stiftung 2° ist eine Initiative von Vorstandsvorsitzenden, Geschäftsführern und Familienunternehmern. Ziel ist es, die Politik zur Etablierung effektiver marktwirtschaftlicher Rahmenbedingungen für den Klimaschutz aufzufordern und die Lösungskompetenz deutscher Unternehmen zu unterstützen. Benannt ist die Stiftung nach ihrem wichtigsten Ziel: die durchschnittliche globale Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad Celsius zu beschränken. Als Unterstützerin hat sich auch Deutsche Post DHL Group der der Stiftung angeschlossen.

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