Werbung
Werbung
Werbung

KEP-Dienste: Schlechtes Image schadet

Die prekären Verhältnisse in der KEP-Branche waren Anlass einer Anhörung im Sozialpolitischen Ausschuss des Landtages Rheinlandpfalz.
Werbung
Werbung
Christine Harttmann

Einer Meldung des Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste (BdKEP) zufolge zeigten sich die Politiker dabei entsetzt über die unzumutbaren Entlohnungen der Zusteller bei vielen KEP-Diensten. Der Landtag hatte unter anderem den BdKEP und den IsSiT Interessenverband der selbständigen Subunternehmer im Transportgewerbe zur Anhörung geladen.

Ausgangspunkt war die am 1. März in Wien vorgestellte Studie „Arbeitsbedingungen in der Paketzustellung, Ergebnisse der Sodiper-Recherche“ der Universität Jena. Die Untersuchung basiert auf Befragungen der Paketzustellunternehmen und deren Zusteller. In ihrer Studie attestieren die Wissenschaftler ein großes Ungleichgewicht zwischen den Vertragspartnern. Kleinbetriebe als Zusteller hätten keine Einflussmöglichkeiten auf Preise und Vertragsgestaltung und würden dadurch unter anderem immer öfter in die Insolvenz getrieben werden.

BdKEP und ISSiT weisen darauf hin, dass es sich in der Regel nicht um unternehmerische Vertragsverhältnisse handelt, die auf Augenhöhe geschlossen wurden. Diese Situation bringe die KEP-Branche bei Verbrauchern und Versendern im Misskredit. Das könne nicht im Sinne der Unternehmen sein.

„Es ist an der Zeit, Sozialpartnerschaft unter Unternehmen stärker in den Vordergrund zu rücken und ein Vertrauenssiegel für faire Entlohnung einzuführen“, schlägt daher Manfred Lein, Geschäftsführer des BdKEP vor. „Der Handel mit seinem Fair Trade Siegel ist ein positives Beispiel welches zeigt, dass es funktioniert, denn viele Empfänger sind durchaus bereit, mehr für das Paket zu zahlen, wenn das Mehr auch beim Zusteller ankommt.“

Printer Friendly, PDF & Email
Werbung