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KEP-Branche: Amberger und Schoeller kaufen Trans-o-flex

Die Amberger Familien GbR und die Schoeller Holding haben den Transport- und Logistikdienstleister Trans-o-flex zu gleichen Teilen von der Österreichischen Post erworben. Beiden gehörte das Unternehmen schon einmal.
Foto: Trans-o-flex
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Torsten Buchholz

Die Trans-o-flex Logistics Group ist Spezialist für europaweite Transport- und Logistiklösungen im Bereich Business-to-Business (B2B). Bei einem Umsatz von 500 Millionen Euro (2014) beschäftigt die Gruppe 1.900 Mitarbeiter und betreibt 91 eigene Betriebsstellen in Deutschland und Österreich. Die Dienstleistungen der Gruppe sind in die Bereiche „Schnell-Lieferdienst“, „ThermoMed“ und „Logistik-Service“ gegliedert.

Mit dem Schnell-Lieferdienst steht in Deutschland ein flächendeckendes Netzwerk für den Transport von Paketen sowie Paletten (Kombifracht) zur Verfügung. Als Gesellschafter und Partner des Eurodis-Netzwerks bietet Trans-o-flex zudem Kombifracht-Transporte in 35 Ländern Europas an. Der Schnell-Lieferdienst hat eine Vielzahl spezialisierter Branchenlösungen entwickelt, beispielsweise für die pharmazeutische Industrie oder für Unterhaltungs- und Haushaltselektronik. Unter anderem handelt es sich dabei um „Trans-o-flex ambient“, die GDP-konforme Zustellung (Good Distribution Practice) von Arzneimitteln mit aktiver Temperaturführung im Bereich von 15 bis 25 Grad Celsius.

ThermoMed ist ein GDP-konformes Spezialnetzwerk, in dem temperatursensible Waren im Bereich von zwei bis acht Grad Celsius mit aktiver Temperaturführung transportiert werden. Internationale Sendungen mit aktiver Temperaturführung bietet ThermoMed über das „Eurotemp-Netz“ in acht Ländern Europas an.

Im Bereich Logistik-Service erbringt Trans-o-flex umfassende Dienstleistungen, die von Lagerhaltung und Kommissionierung über Mehrwertdienste, wie den Aufstellservice für Verkaufsdisplays oder Elektrogeräte bis zu kundenindividuellen Transportnetzen reichen.

Die Familie Amberger, Alleingesellschafter der Loxxess AG, Tegernsee, und die Gebrüder Schoeller hatten die Trans-o-flex AG gemeinsam bereits 1995 erworben. Damals erzielte das Unternehmen einen Umsatz von knapp einer Milliarde D-Mark. Nach erfolgter Sanierung wurde der Schnell-Lieferdienst im Jahr 1998 an die Deutsche Post AG verkauft. 2008 erwarb die Österreichische Post das Unternehmen.

„Trans-o-flex ist ein tolles Unternehmen, dessen besondere Stärke vor allem in den Dienstleistungen für die Pharma-Branche liegen. In diesem Sektor sehen wir hervorragende Marktchancen. Deshalb werden wir Trans-o-flex noch stärker auf diesen Bereich ausrichten“, sagt Peter Amberger, Geschäftsführer der Amberger Familien GbR und Aufsichtsratsvorsitzender der Loxxess AG.

Christoph Schoeller, Managing Director der Schoeller Holding, erklärt: „Wir sehen die Beteiligung an Trans-o-flex als Engagement mit großem Potenzial. Der Markt verzeichnet einen zunehmenden Bedarf in den Nischen, in denen das Unternehmen seine Stärkten hat. In der Konzentration darauf liegt der Schlüssel zur Stärkung der Profitabilität.“

Peter Amberger sieht Synergien durch die intensive Kooperation zwischen Trans-o-flex und Loxxess Pharma sowie der Loxxess AG. Eine Verschmelzung sei jedoch in keinem Fall geplant.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Vereinbarung muss noch von den deutschen Kartellbehörden geprüft werden. Mit der Entscheidung der Kartellbehörden wird in circa drei bis vier Wochen gerechnet. „Der Anteil von Trans-o-flex am deutschen Paketmarkt dürfte unter fünf Prozent liegen, insofern sehen wir hier keine Hindernisse“, so Amberger.

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