Karma: E-Flex Plattform für variable Fahrzeugmodelle

Jetzt hat auch Karma seine flexible Plattform, auf der diverse Modelle geplant sind – sie soll auch an Dritte verkauft werden und Alltagsmodelle sowie Nutzfahrzeuge tragen können.

Karmas Plattform soll auch Nutzfahrzeuge und Alltagsmodelle tragen. | Foto: Karma
Karmas Plattform soll auch Nutzfahrzeuge und Alltagsmodelle tragen. | Foto: Karma
Christine Harttmann
(erschienen bei VISION mobility von Gregor Soller)

Bisher hat sich Karma klar als Hersteller von elektrifizierten und elektrischen Luxusmodellen profiliert. Die neue Elektro-Plattform kann laut Karma aber viel mehr: Auf ihr sollen autonom fahrende Nutzfahrzeuge, Alltagsmodelle aber auch Hochleistungsfahrzeuge entstehen. Damit öffnet sich Karma für Dritte, die ganz andere Anwendungen haben als Luxusfahrzeuge.

Gestartet wird trotzdem mit einem Elektrofahrzeug mit erweiterter Reichweite (EREV), dem Revero GT, der noch 2020 in Serie gehen soll.  Es sollen aber schon bald weitere Modelle auf dieser EREV-Plattform, Plattformen für reine Elektrofahrzeuge und "Proof-of-Concept"-Fahrzeuge vorgestellt werden, die zeigen, wie die Plattformen in anderen Produktgruppen eingesetzt werden könnten. Das Ziel: Karma möchte umfassende Kompetenz demonstrieren und das nicht nur bei der Hardware, sondern auch bei der Software, dem autonomen Fahren, künstlicher Intelligenz und beim Thema „fortschrittliche Transportlösungen“. Dabei kann es gut sein, dass Karma hier auch den Nutzfahrzeugmarkt entdeckt hat, der mit großen Flotten schnell für eine Skalierung sorgen kann.

Kevin Pavlov, COO von Karma Automotive, erklärt dazu:

„Was andere als ein eindimensionales Skateboard bezeichnet haben, nennen wir unsere E-Flex-Plattform, die eine Mehrzwecklösung darstellt. Es gibt bis zu 22 verschiedene mögliche Konfigurationen, die verschiedene Varianten der Batterien und verschiedene Antriebssysteme abdecken. Wir können eine breite Palette von Konfigurationen liefern, die von der Priorität des Herstellers abhängen.“

Ganz klares Ziel von Karma: Diese Plattform soll auch anderen Fahrzeugherstellern dienen, denn eine solche Entwicklung kann laut Karma bis zu eine Milliarde Dollar kosten. Die vielseitige E-Flex-Plattform von Karma soll anderen Fahrzeugherstellern „einen schnelleren Eintritt in den Elektrofahrzeugmarkt bei erheblich reduzierten Entwicklungskosten“ ermöglichen.

Dr. Lance Zhou, CEO von Karma plant, in den kommenden Monaten zusammen mit Partnern neue innovative Lösungen vorzustellen: „Wir freuen uns darauf, in den kommenden Monaten mehr von Karmas einzigartigen Plattformlösungen und Technologien zu zeigen.“

Was bedeutet das?

Schon von Beginn an verfolgte auch Karma einen hochintegrativen Ansatz, der weit über das „Skateboard“ hinausweisen dürfte. Es wird spannend sein, zu sehen, welche potenziellen Kunden was auf dieser Plattform aufbauen. Denn spannend werden die softwaretechnischen Ansätze, die auch im Nutzfahrzeugbereich zu neuen Lösungen führen könnten. Interessant ist hier auch die Wende Karmas vom reinen Luxuswagenhersteller zum Anbieter einer smarten Plattform – die allerdings noch beweisen muss, was sie den Lösungen der Großserienhersteller oder Zulieferer voraus hat.  

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