Jahresbilanz: Hupac bleibt fast auf Vorjahresniveau

Rund eine Million Straßensendungen hat die Hupac Gruppe im 2020 auf der Schiene transportiert und blieb damit etwa auf 2019er-Niveau. Wegen der Corona-Krise blieb die Entwicklung jedoch hinter den Erwartungen zurück.

Rund eine Million Straßensendungen: So viel hat die Hupac Gruppe 2020 auf die Schiene verlagert. (Foto: Hupac)
Rund eine Million Straßensendungen: So viel hat die Hupac Gruppe 2020 auf die Schiene verlagert. (Foto: Hupac)
Christine Harttmann

Im vergangenen Jahr 2020 beförderte die Hupac-Unternehmensgruppe 1.014.686 Straßensendungen oder 1.913.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) auf der Schiene. Gegenüber dem Jahr 2019 entspricht das einem Rückgang um 0,9 Prozent. Maßgebliche Einflussfaktoren, seien, so teilt der Güterbahnoperateur in einer Pressemeldung mit, waren der Einbruch des Maritim-Verkehrs aus Übersee und der Wirtschaftslockdown in Europa als direkte Folge der Covid-19-Pandemie im ersten Halbjahr. In der zweiten Jahreshälfte habe sich die Verkehrsnachfrage erholt. Zum Jahresende sein wieder das Niveau von 2019 erreicht worden. 

Die Folgen der Corona-Krise schlugen sich insbesondere im transalpinen Verkehr durch die Schweiz nieder, der um 2,3 Prozent rückläufig war. Im Zeitraum April bis Juni sank die Nachfrage spürbar. Die Hupac hielt dennoch ihr Netzwerk aufrecht. Das Unternehmen ist überzeugt, dass es so einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Logistik von lebenswichtigen Gütern leistete. In der zweiten Jahreshälfte erreichten die Volumen wieder das Vorjahresniveau.

Im nicht-transalpinen Verkehrs bilanziert die Gruppe ein Verkehrsvolumen mit 434.033 Straßensendungen, somit 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Während sich der Verkehr nach Ost- und Südost-Europa positiv entwickelte, waren andere Segmente wie der maritime Hinterlandverkehr ab den Nordseehäfen stärker durch den Covid-Effekt geprägt. Michail Stahlhut, CEO der Gruppe, zeigte sich „angesichts der außerordentlichen Umstände“ zufrieden mit dem erzielten Verkehrsvolumen.

„Wir hatten uns jedoch deutlich ambitioniertere Ziele gesteckt.“

Die öffentlichen Finanzierungshilfen zur Überwindung der Corona-Krise fallen moderat aus. Hupac setzt daher auf zusätzliche Maßnahmen zur Kostenkontrolle und Produktivitätserhöhung.

„Wir streben die maximal mögliche Zuglänge an – operativ und planerisch. Der Ausbau des Netzes auf eine Standard-Zuglänge von 740 Metern hat oberste Priorität – je früher desto besser.“

Auch in das Jahr 2021 ist Hupac gut gestartet. Erstmals transportierte die Gruppe im gesamten transalpinen Netzwerk die großvolumigen 4-Meter-Sattelauflieger. Das lässt Stahlhut positiv auf die kommenden Monate blicken:

„Wir erwarten eine starke Nachfrage in diesem Segment. Mit unserem Verkehrsangebot leisten wir einen konkreten Beitrag für die Verlagerungspolitik der Schweiz und für die Umsetzung der europäische Green Deal Strategie.“

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