Jahresauftakt 2021: Deutsche Post vervierfacht Konzerngewinn

Auch der Umsatz legte mehr als deutlich zu. Konzernchef Frank Appel spricht vom „besten Auftaktquartal aller Zeiten“.

Konzerngewinn vervierfacht – die Deutsche Post wächst rasant weiter. (Foto: Deutsche Post DHL Group)
Konzerngewinn vervierfacht – die Deutsche Post wächst rasant weiter. (Foto: Deutsche Post DHL Group)
Christine Harttmann

Deutsche Post DHL Group steigerte im ersten Quartal 2021 den Umsatz um 22,0 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) wurde auf 1,9 Milliarden Euro mehr als verdreifacht. Laut einer Pressemeldung des Konzerns markierte dies das stärkste Auftaktquartal aller Zeiten. Alle fünf Divisionen hätten ihr Ebit deutlich gesteigert, so die Verlautbarung. Das Unternehmen profitierte dabei gemäß eigenen Angaben von der anhaltend starken Dynamik im weltweiten E-Commerce und dem der Erholung des Welthandels. Unterm Strich erwirtschaftete die Deutsche im ersten Quartal 2021 einen Konzerngewinn von 1,2 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor war es nur 301 Millionen Euro, also rund ein Viertel.

Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group, sagte hierzu auf der Bilanzpressekonferenz:

„Wir hatten das beste Auftaktquartal aller Zeiten und konnten unsere ganze Stärke als Konzern entfalten. Alle unsere fünf Divisionen sind auf Wachstumskurs und optimal positioniert, um von dem anhaltenden Boom im E-Commerce und dem wieder erstarkten Welthandel zu profitieren. Unsere 570.000 Mitarbeiter:innen betreiben unsere Netzwerke so effizient wie nie. Das lässt mich optimistisch in die Zukunft blicken.“

Der Konzernchef rechnet mit weiterem Wachstum in den kommenden Quartalen, „auch wenn sich die Wachstumsraten über Zeit normalisieren werden“. DHL plane daher weitere Investitionen in diee Infrastruktur, „um höhere Sendungsmengen weiter optimal bedienen zu können“.

Zum Erfolg im ersten Quartal 2021 trugen alle fünf Divisionen mit positiven Ergebnissen bei. Die Divisionen Express, eCommerce Solutions und Post & Paket Deutschland profitierten besonders von der anhaltenden Dynamik im E-Commerce, die einen starken Anstieg der Sendungsmengen im nationalen sowie internationalen Paketgeschäft zur Folge hatte. Durch die hohe Auslastung ihrer Netzwerke erzielten die Divisionen einen deutlichen Ergebnissprung. Von der raschen Erholung des Welthandels und dem wachsenden B2B Geschäft profitierten vor allem Global Forwarding, Freight und Supply Chain, aber auch Express, stark.

Der Unternehmensbereich Express konnte seine globale Infrastruktur, insbesondere seine internationalen Flugkapazitäten, sehr gut auslasten und erwirtschaftete so ein Ebit von 961 Millionen Euro, gegenüber 393 Millionen Euro im ersten Quartal 2020. Der Umsatz stieg um 32,5 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro. Die Volumina im Geschäft mit internationalen zeitgenauen Expresssendungen legten in allen Regionen der Welt e zweistelligen Prozentbereich zu. Weltweit erzielte der Konzern ein Plus von 26,3 Prozent.

Seine höchste Wachstumsrate vermeldet der Konzern aus der eCommerce Solutions-Sparte. Die Sendungsvolumina entwickelten sich in den USA und den Niederlanden besonders dynamisch. Insgesamt stieg der Umsatz um 46,0 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Das Ebit vervielfachte sich von von 6 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 117 Millionen Euro im ersten Quartal 2021.

Global Forwarding, Freight steigerte seinen Umsatz um 32,7 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro trotz der weiter bestehenden Kapazitätsengpässe. Beiladekapazitäten in internationalen Passagiermaschinen waren nach wie vor begrenzt. Auch auf See war der Frachtraum knapp. Dennoch gelang es, die Luftfrachtvolumina um 18,2 Prozent zu steigern, die Seefrachtvolumina um 8,8 Prozent.

Auch die Supply Chain-Division war wieder auf Wachstumskurs. Sie erhöhte ihren leicht um 0,3 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Das Ebit erreichte 167 Millionen Euro.

Das Ebit bei Post & Paket Deutschland betrug im ersten Quartal 556 Millionen Euro, gegenüber 334 Millionen Euro im ersten Quartal des Vorjahres. Umsatz- und Ergebnistreiber war erneut der anhaltend starke Online-Handel. Die Sendungsmengen im Paketgeschäft sind mit 41,3 Prozent gewachsen. Der Umsatz lag mit 4,6 Milliarden Euro 15,1 Prozent über dem Vorjahr.

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