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JadeWeserPort wächst erneut zweistellig

Während der Seegüterumschlag in den niedersächsischen Seehäfen im Jahr 2018 mit 49,84 Millionen Tonnen (minus 6,6 Prozent) im Jahr 2018 insgesamt zurückging, verzeichnete das Containerterminal Wilhelmshaven am JadeWeserPort mit 655.790 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) im dritten Jahr in Folge ein zweistelliges Wachstum (plus 18 Prozent gegenüber 2017).

Foto: JadeWeserPort
Foto: JadeWeserPort
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Torsten Buchholz

Die aktuellen Zahlen für Jahr 2018 wurden am 4. März 2019 auf der gemeinsamen Jahrespressekonferenz Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU)mit Niedersachsen Ports und Seaports of Niedersachsen in Oldenburg bekannt gegeben. Althusmann:

„Wir können mit den Containerumschlagszahlen für Wilhelmshaven erneut zufrieden sein. Der JadeWeserPort hat sich trotz des schwierigen globalen Marktumfelds als zuverlässiger Anlaufpunkt bei den weltweit führenden Containerreedereien und unseren exportorientierten Unternehmen etabliert. Auch wenn eine Prognose für 2019 aufgrund der schwer absehbaren Folgen des Brexits und des Handelskonflikts zwischen den USA und China schwierig ist - der ungebrochene Trend zum Bau von Großcontainerschiffen und die weiterhin gut laufende Flächenverpachtung sind günstige Rahmenbedingungen für die weitere Entwicklung des JadeWeserPorts."

Rund 22 Hektar Fläche sind im Güterverkehrszentrum (GVZ) am JWP 2018 verpachtet worden, unter anderem für ein Logistikzentrum des Volkswagen Konzerns für die Verpackung von Autoteilen der Marken Audi, Volkswagen und Volkswagen Nutzfahrzeuge. Der von Volkswagen/Audi beauftragte Logistikdienstleister sucht dafür bereits Mitarbeiter.

Zum Rückgang des gesamten Seegüterumschlag der niedersächsischen Seehäfen sagte Althusmann in Oldenburg:

„Die Umschlagsbilanz fällt zwar etwas geringer aus als im absoluten Rekordjahr 2017, bewegt sich aber immer noch auf einem stabilen Niveau und deutlich über dem Ergebnis von 2016. Einzelne Häfen wie etwa Brake (plus 11 Prozent) oder Oldenburg (plus 30 Prozent) konnten ihren Seegüterumschlag sogar noch deutlich steigern. Niedersachsens Häfen sind für den Wettbewerb der europäischen Nordseehäfen weiterhin sehr gut aufgestellt."

Die Landesregierung werde daher auch 2019 ihren Zuschuss zu den Investitionen der Hafeninfrastruktur erhöhen: Statt der geplanten 30 Millionen Euro sollen 2019 41 Millionen Euro an die landeseigene Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts fließen. Althusmann:

„Neben der Anpassungsfähigkeit der Hafenumschlagsunternehmen ist der Stand der Infrastruktur entscheidend für den Erfolg eines Hafens. Niedersachsens Häfen sind auf eine zuverlässige und moderne Infrastruktur angewiesen. Wir werden als Land dazu beitragen, dass Niedersachsen ein innovativer, leistungsstarker und international wettbewerbsfähiger maritimer Standort bleibt.“

Hinsichtlich der Diskussion um einen möglichen norddeutschen LNG-Terminal untersticht der Minister die günstigen Voraussetzungen, die Niedersachsen besitzt:

„Niedersachsen bietet mit seinen Häfen, energieintensiven Industriestandorten, den Untergrundspeichern sowie dem Zugang zum europäischen Erdgastransportsystem beste Voraussetzungen für die Errichtung und den Betrieb von LNG-Terminals."

Wilhelmshaven und Stade hätten gute Chancen, bei der in Kürze zu erwartenden Entscheidung des Bundes über Fördermittel zum Aufbau eines LNG-Standortes zum Zuge zu kommen:

„Sowohl die Planungen der Unternehmen Uniper SE und MOL für Wilhelmshaven als auch der LNG Stade GmbH im Verbund mit dem amerikanischen Chemiekonzern DOW haben einen hohen und belastbaren Detailierungsgrad erreicht. Niedersachsen hat damit tatkräftige und erfahrene Kooperationspartner an der Seite, die über die energiewirtschaftliche Kompetenz und das notwendige technische Knowhow verfügen."

Die Landesregierung werde sich daher bei der Bundesregierung weiterhin intensiv für die Förderung eines niedersächsischen LNG-Terminals einsetzen.

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