Iveco: FPT weiht ePowertrain-Fabrik in Turin ein

FPT Industrial hat das neue ePowertrain-Werk in Turin eröffnet. Es soll komplett auf die Produktion der elektrischen Produktpalette der Marke einschließlich elektrischer Achsen, elektrischer Zentralantriebe und Batteriepacks für leichte Nutzfahrzeuge, Kleinbusse und Busse ausgerichtet sein.

In dem neuen E-Mobility-Werk von FPT sollen Mensch und Maschine kooperieren. | Foto: FPT/IVECO
In dem neuen E-Mobility-Werk von FPT sollen Mensch und Maschine kooperieren. | Foto: FPT/IVECO
Anna Barbara Brüggmann
(erschienen bei LOGISTRA von Johannes Reichel)

Eine Fabrik nur für elektrische Antriebe und Batterien, die komplett klimaneutral betrieben wird, ist der Anspruch einer neuen Fertigungsstätte, die FPT Industrial, die globale Antriebsmarke der Iveco-Gruppe, in Turin an den Start gebracht hat.

Diese Eröffnung sei ein weiterer wichtiger Meilenstein für die Marke auf ihrem Weg zur Dekarbonisierung und für die Strategie der Marke, Netto-Null-Emissionen für ihre Produkte und alle ihre industriellen Aktivitäten zu erreichen, heißt es vom Unternehmen.

Erstes klimaneutrales Werk der Gruppe

Die neue Produktionsstätte ist zugleich das erste vollständig kohlenstoffneutrale Werk der Gruppe. Erreicht wird dies, indem es seine CO2-Emissionen durch den Erwerb von Energie aus erneuerbaren Quellen und Emissionsgutschriften ausgleicht. Darüber hinaus erzeugt das Werk Energie mit an der Fassade installierten Solarzellen und mit innovativen Technologien, wie dem "Mini-Windturm" und der "Smart Flower".

Unterstrichen wird der Nachhaltigkeitsanspruch auch durch einen "Sustainability Garden", einen 6.000 Quadratmeter großen Innenbereich, der mit 100 trockenheitsresistenten Pflanzen einheimischer Arten mit hoher CO2-Aufnahmekapazität bepflanzt ist. Ein Fußgängerweg wurde ebenfalls mit recycelten Paletten angelegt. Entlang dieses Weges sollen vier Tafeln, die ebenfalls aus recycelten Paletten hergestellt wurden, die Nachhaltigkeitsprioritäten der Gruppe und die damit verbundenen Ziele veranschaulichen.

Synergien mit den Verbrennerwerken

Das neue Werk für den Elektroantrieb ePowertrain ist in das Gelände von FPT Industrial Stura neben den Test- und Produktionsanlagen für Verbrennungsmotoren, Getriebe und Achsen integriert, was Vorteile in Bezug auf industrielle Synergien bieten soll.

Mit einer Gesamtfläche von 15.000 Quadratmetern verfügt das ePowertrain-Werk über drei parallele Produktionslinien, die jeweils für die Montage von Batteriepacks, elektrische Zentralantriebe und die Produktion von HCV-Elektroachsen ausgelegt sind. Bei voller Auslastung werden dort jährlich über 20.000 elektrische Achsen und über 20.000 Batteriepakete für LCVs, Kleinbusse und Busse produziert, so die Unternehmensangaben. Etwa 200 Beschäftigte sollen dort angestellt sein, aktuell werden laut FPT bereits zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

Mensch und Maschine: Industrie 4.0-Technologie

Eingesetzt werden auch Mensch-Maschine- und Industrie 4.0-Technologien, die eine automatische Sammlung und Analyse aller Daten zur Überwachung und Verbesserung der Sicherheit, Qualität und Produktivität erlauben sollen. Alle Produktionsprozesse basieren auf hochautomatisierten Lagern für die Verwaltung von Komponenten. Anwendung finden beispielsweise Augmented und Virtual Reality, die die Planungszeit für Produktionslinien verkürzen sollen.

Zudem setzt man auf 3D-Druck und "Smart Observer"-Systeme, die auf intelligenten Sensoren basieren und 3D-Scanner, 3D-Realitätssimulatoren und kooperative Roboter. Diese Roboter sollen zusammen mit den fahrerlosen Transportsystemen die Ergonomie und Sicherheit verbessern und die Arbeit des Bedienpersonals vereinfachen, verspricht man sich.

Cloud-Qualitätskontrollen ermöglichen nach Angaben von FPT die sofortige Erkennung von Problemen. In der HCV-Linie für elektrische Achsen zeigt eine Station mit Lichtsignalen an, welches Bauteil auszuwählen und wo es zu montieren ist.

"Wir sind fest entschlossen, das Ziel 'Netto-Null Ziel bis 2040 zu erreichen, Unser neues ePowertrain-Werk ist ein grundlegender Schritt in diesem Prozess. Die elektrifizierten Produkte, die wir hier herstellen, werden die Dekarbonisierung des Verkehrssektors beschleunigen und und unseren Partnern und Kunden modernste Lösungen für ihre zukünftigen Produktpaletten bieten", verspricht Sylvain Blaise, Präsident der Geschäftseinheit Powertrain der Iveco Gruppe.

 

 

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